Heimspiel gegen SV Pullach

Wehrt sich der TuS Holzkirchen noch mal?

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Wieder einer weniger: Verteidiger Lars Doppler (2.v.l.) verpasst das Heimspiel gegen den SV Pullach.

Kein Kampf im letzten Spiel, eine schlechte Trainingsbeteiligung diese Woche und am Samstag ist der Tabellenzweite SV Pullach zu Gast. Leicht haben es die Anhänger des TuS Holzkirchen zur Zeit nicht.

Holzkirchen – Kein einziger Sieg aus den letzten acht Partien – so ernüchternd liest sich die Statistik des TuS Holzkirchen gegen den SV Pullach. Noch nie aber schien die Ausgangslage für die Fußballer von der Haidstraße aussichtsloser als vor dem ersten Bayernliga-Heimspiel des Jahres 2019. Der Abstieg ist gut wie besiegelt, und das Selbstvertrauen bei den meisten Spielern unter dem Minimum.

Selbst Co-Trainer Jozo Ereiz wirkt konsterniert. „Wir haben gegen Unterföhring die letzte Chance verpasst“, muss Ereiz, der die Trainingswoche ohne Kollege Jens Eckl leiten musste, da dieser auf einem Trainerlehrgang unterwegs war, feststellen. „Die Leistung war nicht berauschend, und auch die Trainingsbeteiligung dieser Woche war nicht gerade zufriedenstellend.“ Zwar besteht bei Marco Höferth gegen Pullach Hoffnung auf ein Kurzzeit-Comeback, jedoch steht mit Lars Doppler bereits der nächste Ausfall fest. Der Verteidiger ist beruflich verhindert. „Marco könnte eventuell für 30 Minuten eingesetzt werden“, erklärt Holzkirchens Co-Trainer. „Bei Lars ist es bitter, da er zuletzt einer der Besseren war und immer besser in Form kam.“

Einen defensiven Anker hätte der TuS gegen den Tabellenzweiten jedenfalls gut gebrauchen können. Mit 73 Gegentoren fing sich Holzkirchens Hintermannschaft bislang mehr als doppelt so viele Treffer als Pullach (35) ein. Nicht zuletzt Mittelfeld-Urgestein Benedict Gulielmo kritisiert den fehlenden Kampf. Dem stimmt Ereiz größtenteils zu, entgegnet aber: „In dieser Liga kannst du nur mit Kampf auch keine Spiele gewinnen. Uns machen die ganze Saison schon zu viele individuelle Fehler zu schaffen, was den Schluss zulässt, dass die Qualität für die Bayernliga vielleicht einfach nicht reicht.“

So mancher hartnäckige Fan mag sich da denken, zu Kämpfen sei ja zumindest ein Anfang. Einer der dies regelmäßig und vorbildlich zeigt, ist Basti Hahn. Der Stürmer ist in dieser Saison eine einzige Ausnahme – er kämpft, er läuft und liefert immer wieder starke Einzelaktionen. Wenn es Holzkirchen gelingt, einen Überraschungsmoment zu generieren, dann läuft die Aktion über Hahn. Dementsprechend soll der 23-Jährige als Vorbild für alle anderen dienen. „Basti befindet sich in Top-Form, und mit ihm sind wir immer für ein oder zwei Tore gut“, sagt Ereiz. „Nun muss sich jeder Spieler fragen, ob er auch zeigen will, dass er Bayernliga-Qualität besitzt oder nicht.“

Einer Hinterfragung sollten sich die Spieler des TuS Holzkirchen im Verlauf dieser Spielzeit ja bekanntlich schon öfters unterziehen. Ob dies dann ausgerechnet gegen den SV Pullach reichen wird, wird sich am Samstag zeigen. Der Fußballplatz an der Haidstraße verhindert den Anpfiff diesmal zumindest nicht.

hsp

Zum Spiel

Samstag, 30. März, 14 Uhr, Stadion an der Haidstraße.
Voraussichtliche Aufstellung: Zeisel – Baumann, Schulz, Mättig, B. Bahadir – Gulielmo, Zetterer, Korkor, Hahn – Diep, Ljumani.
Auf der Bank: Zimmerhakl, Skoro, Höferth, S. Bahadir, Gavric.
Schiedsrichter: Johannes Hamper (VfR Katschenreuth).

Quelle: Merkur.de

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