Fußball

Ohne defensive Aufmerksamkeit geht‘s nicht

+
Zurück im Team: Florian Shalaj (li.) hat seine Rotsperre abgesessen und soll dem BCF Wolfratshausen helfen, im Heimspiel an dies em Samstag gegen Cosmos Aystetten den ersehnten Dreier einzufahren. 

Fußball-Landesligist BCF Wolfratshausen ist gegen seinen Tabellennachbarn Aystetten fast schon zum Siegen gezwungen.

Wolfratshausen– Es sind unterschiedliche Pfade, auf denen sich Mannschaften durch eine Saison bewegen. Da gibt es direkte Linien ohne jeglichen Konflikt, bestenfalls Routen, die steil nach oben, in die nächsthöhere Spielklasse führen. Umgekehrt gibt es bisweilen Etappen nach unten; dorthin, wo es stets besonders prekär zugeht. Den Begriff „Schicksalsspiel“ möchte man angesichts von noch neun verbleibender Partien nur ungern verwenden. Doch genau darauf läuft es beim BCF Wolfratshausen vor dem Heimspiel gegen Cosmos Aystetten (Samstag, 14 Uhr) hinaus.

Das Team von Philipp Bönig steht an einer bedeutsamen Gabelung, umgangssprachlich besser bekannt als: Scheideweg. Erhellung bringt der Blick auf Tableau und Spielplan, denn die heutigen Konkurrenten begegnen sich als unmittelbare Tabellennachbarn. Der Farcheter Trainer spricht deshalb von der „hohen Bedeutung“ der Partie für beide Seiten. In erster Linie hat der am Saisonende scheidende 39-Jährige freilich seine eigene Elf im Blick. Denn in den kommenden Wochen muss sich der Ballclub mit Opponenten von den Tabellenplätzen sechs, eins, vier und zwei auseinandersetzen – wenig rosige Aussichten. Dementsprechend hält es Bönig für einen „sehr guten Zeitpunkt“ jetzt den ersten Dreier nach dem spätherbstlichen 3:0-Derbyerfolg über Geretsried einzufahren.

Noch immer grämt sich der Ex-Profi wegen der jüngsten 2:4-Niederlage in Ichenhausen. Der Sieg des SCI sei „verdient“ gewesen. Seine Eleven hätten sich einmal mehr durchaus engagiert, jedoch nicht ausreichend fokussiert gezeigt. „Wir hatten zu viele Unkonzentriertheiten in unserem Spiel“, hält Bönig fest. „Das bringt uns um den Lohn.“ Als Konsequenz daraus müsse sich die Mannschaft nunmehr im Klaren sein, was „die Stunde geschlagen“ habe. Zum wiederholten Mal zeigt sich der Fußball-Lehrer mit Einsatz und Leidenschaft zufrieden. Kernpunkt der Kritik ist gleichwohl die „defensive Aufmerksamkeit“. Es sei unabdingbar, auf sich selbst zu schauen, „nicht auf den Gegner oder den Schiedsrichter“. Bönig zeigt insoweit Verständnis, als die Konzentration nahezu indirekt proportional zur steigenden Müdigkeit nachlässt. „Aber so einfach wie letzte Woche dürfen die Tore nicht fallen.“

In gleichem Atemzug warnt Bönig vor der Kampfkraft des Gegners aus dem Landkreis Augsburg. Aystetten konnte zuletzt gegen Kempten trotz Unterzahl noch einen 0:2-Rückstand egalisieren. So etwas zeuge von „guter Moral“.

Gutes Heilfleisch benötigt indes Barbaros Barut. Der Trainer glaubt nicht so recht an einen Einsatz es Ex-Profis. „Wird eng“, sagt er mit Blick auf den leichten Faserriss im Adduktorenbereich des 36-Jährigen. Potenzieller Ersatzmann für Barut ist Florian Shalaj, dessen Rotsperre abgelaufen ist. „Er ist ein Hundertprozentiger, und ein absoluter Teamplayer“, freut sich Bönig über die Rückkehr des Mittelfeldspielers, der am Freitag 22 Jahre alt wurde.

BCF Wolfratshausen

Radic – Gobitaka, Hummel, Kantar, Cakir, Potenza, Shalaj, Boubacar, Tokdemir, Kleinert, Lehr; Herbert, Keskin, Kurija, Askovic, Bonic, Kaygisiz, Zander.

Schiedsrichter:Richard Conrad (FC Aschheim)

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Arjen Robben: Kantersieg bei Trainer-Premiere - Ex-Bayern-Star erklärt seine Vereinswahl
Arjen Robben: Kantersieg bei Trainer-Premiere - Ex-Bayern-Star erklärt seine Vereinswahl
TSV Neuried II: Mehr Spieler, mehr Qualität
TSV Neuried II: Mehr Spieler, mehr Qualität
DJK Würmtal: Euphorisch zum direkten Konkurrenten
DJK Würmtal: Euphorisch zum direkten Konkurrenten
TSV Pentenried fehlen mehrere Stammspieler
TSV Pentenried fehlen mehrere Stammspieler