Toy hadert mit Elfmeter-Entscheidung

KSC hält Jetzendorf mit Remis auf Distanz

+
Kampfbetont: Im Spitzenspiel zwischen Kirchheim und Jetzendorf gab es nur wenige Torraumszenen. Dafür umso mehr Duelle im Mittelfeld, wie hier zwischen dem Kirchheimer Fabian Löns (re.) und René Hamann. 

Mit einem Unentschieden hat der Kirchheimer SC seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Jetzendorf in der Bezirksliga Nord verteidigt.

Kirchheim – Am Ende waren beide Mannschaften mit dem einen Punkt zufrieden: Im hart umkämpften und selten tatsächlich unterhaltsamen Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Nord trennten sich Tabellenführer Kirchheimer SC und Verfolger TSV Jetzendorf 1:1 (1:1).

KSC-Spielertrainer Steven Toy lobte vor allem die „defensiv sehr gute Leistung“ seines Teams, das den Gästen tatsächlich nicht sehr viele echte Torchancen gestattete. Überhaupt sparten beide Mannschaften die gegnerische Box während der Partie weitgehend aus. Auch die Kirchheimer taten sich schwer, Chancen zu kreieren.

Nach zerfahrenem Beginn dauerte es bis zur 29. Minute, bis ein Ball tatsächlich aufs Tor kam: Fabian Löns köpfelte in die Arme von TSV-Keeper Dennis Pöllner. Auf der Gegenseite beschwor die erste sehenswerte Offensivaktion einen Foulelfmeter herauf. Benedikt Geuenich war in den Strafraum eingedrungen, ging im Zweikampf mit Toy zu Boden und verwandelte den anschließenden Strafstoß zum 1:0 (33.). Während Jetzendorfs Trainer Alexander Schäffler – er wurde am Samstag 30 Jahre alt – von einem klaren Elfmeter sprach („Bene sagt, er hat den Kontakt gespürt“), empfand Toy das Ganze als 50-50-Entscheidung: „Ich habe zuerst den Ball getroffen und hätte den Elfmeter nicht gegeben.“

Allheilmittel weite Schläge

Keine zwei Minuten nach dem Rückstand erzielte der KSC den Ausgleich. Niklas Karlin traf mit einem direkten Freistoß, den er frech durch die Mauer schoss (35.). „Es war wichtig, dass wir gleich das 1:1 machen – das zeigt den Charakter der Mannschaft“, sagte Toy. In der Folgezeit rieben sich die Akteure in vielen Zweikämpfen auf, ein echter Spielfluss kam auf dem allerdings auch tiefen und holprigen Boden nicht zustande. Das lag daran, dass Jetzendorf konsequent auf weite Schläge setzte, um das Kirchheimer Mittelfeld zu überspielen. Schäffler: „Wir wollten die gefährlichen zweiten Bälle verhindern, und dieser Plan ist wunderbar aufgegangen.“

Die Kirchheimer versuchten es auf ähnliche Weise, und so neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Der KSC riss erst in der Schlussphase wieder einige Lücken und war bei guten Chancen des eingewechselten Noel Pfeiffer dem Siegtor nahe, doch TSV-Keeper Pöllner reagierte dreimal hervorragend (81./82./85.). So bleibt der KSC in der Tabelle fünf Punkte vor dem TSV an der Spitze.

.

Kirchheim: Franz – Yunusov, Jacobi, Toy, Martin – Zielke (76. Pfeiffer), Zabolotnyi, Baitz, Flohrs (66. Fürthmaier) – Karlin – Löns (58. Schmöller).

Tore: 0:1 Geuenich (33., Foulelfmeter), 1:1 Karlin (35.).

Schiedsrichter: Martin Horne (Thaining).

Zuschauer:110.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

TSV Zorneding: Festakt zum 100-jährigen Bestehen abgesagt
TSV Zorneding: Festakt zum 100-jährigen Bestehen abgesagt
Schwabl: „Wir werden noch verstärkter in das NLZ investieren“
Schwabl: „Wir werden noch verstärkter in das NLZ investieren“
BFV-Präsident Koch: „Abbruch ist allerletzte Option“
BFV-Präsident Koch: „Abbruch ist allerletzte Option“
Dachauer Jugendtrainer: „Die sozialen Kontakte fehlen allen sehr“
Dachauer Jugendtrainer: „Die sozialen Kontakte fehlen allen sehr“

Kommentare