FCI-Vorstand schaut mit Fürth-Trainer Stefan Leitl

Trifellner über die EM: „Schaue nicht alles, sonst gibt’s Hausverbot“

Public Viewing ist kein Thema: Die Fußballexperten verfolgen die EM lieber im kleinen Kreis.
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Public Viewing ist kein Thema: Die Fußballexperten verfolgen die EM lieber im kleinen Kreis.

Am Freitag beginnt die EM mit dem Spiel zwischen Italien und der Türkei. Die Fußballer aus dem Landkreis München Nord berichten, wie sie das Turnier verfolgen.

Landkreis – Die Fußballer aus dem Landkreis freuen sich auf die Wochen der Europameisterschaft. So richtiges EM-Fieber haben aber nicht alle und der Trend beim Fußballgucken geht zu Treffen im kleinen Kreis. Heute Abend (21 Uhr) startet mit der Partie Türkei gegen Italien in Rom die Fußball-Europameisterschaft. 24 Mannschaften kämpfen um den Titel.

Der Erst- und Zweitplatzierte der sechs Vorrundengruppen sowie die vier besten Dritten ziehen ins Achtelfinale ein. Das deutsche Team hat mit Ungarn, Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich ein schweres Los erwischt. Die Fußball-Experten aus dem Landkreis erzählen, wie sie die EM in diesen besonderen Zeiten verfolgen.

Fußball-EM 2021 im TV: Triffelner droht Hausverbot - Plattner verfolgt Vorrunde am Gardasee

Den ganz kleinen Kreis gibt es beim einstigen Lohhofer Regionalligatrainer Ludwig Trifellner, der zuletzt Sportlicher Leiter beim VfR Garching war: „Ich schaue die Spiele aus der Trainersicht an und lerne gerne dazu.“ Das bedeutet, dass Ludwig Trifellner am liebsten seine Ruhe hat und die Frau ein Buch lesend daneben auch die Ruhe genießt. Nur wird er nicht alle Spiele anschauen, „weil ich sonst Hausverbot bekomme“.

Trainerlegende Anton Plattner (SV Dornach) schaut die Vorrunde in seinem Urlaubsdomizil am Gardasee und freut sich, dass dort wegen Corona-Beschränkungen alles sehr ruhig ist. Nach der U21-EM („Das war schon mal richtig geil“) hat Plattner nun richtig Lust auf das Turnier der Erwachsenen. Wenn Deutschland weit kommt, kann er sich gut vorstellen, die entscheidenden Begegnungen im Kreis seiner Mannschaft zu sehen.

FC Ismaning: Emanuel Eisenreich schaut mit Fürth-Trainer Stefan Leitl die EM-Spiele

Franz Faber, ehemaliger Präsident des FC Unterföhring, freut sich auf Familiengucken mit geballter Fußballkompetenz. Sein Sohn Andreas ist Kapitän des FCU und Bruder Peter war lange Trainer. Public Viewing als Massenevent kann Franz Faber nichts abgewinnen: „Das habe ich auch früher schon nicht gemacht.“ Die Vorfreude auf die EM ist bei ihm durch den Titelgewinn der deutschen U21 zuletzt sprunghaft angestiegen.

Die geballte Fußballkompetenz gibt es auch bei Emanuel Eisenreich, dem Vorsitzenden des FC Ismaning, der mit Stefan Leitl gut befreundet ist. Die Familien des FCI-Präsidenten und des Trainers von Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth werden wohl zusammen vor dem Fernseher sitzen „und nebenbei legen wir noch ein paar Würstel auf den Grill“. Dazu könnten noch vereinzelt Freunde der beiden kommen, „wir werden sicher nicht mehr als zehn Leute“.

„Die Europameisterschaft ist ganz nett“, sagt Emanuel Eisenreich, dessen Fußballfieber in eine ganz andere Richtung geht. Er freut sich in seinem Verein auf den Trainingsstart der Ersten Mannschaft in der Bayernliga und die hochklassig aktiven Jugendmannschaften. Eisenreich freut sich auf Testspiele, den Ismaninger Fußballalltag und ganz besonders für die vielen Kinder im Verein, die endlich wieder ihrem Hobby nachgehen können.

Maxi Siebald und die EM: Spagat zwischen Beruf und schauen mit Freunden

„So richtig im EM-Fieber bin ich nicht“, sagt der von Ismaning nach Unterföhring gewechselte Maximilian Siebald. Er deutet aber an, dass nach Jahren ohne Turnier und zuletzt schwacher Auftritte viel von den Auftritten abhängt: „Vielleicht schaffen es die Jungs ja, wieder ein bisschen Fieber zu entfachen. So ein Turnier kann beim richtigen Verlauf schon mitreißen.“ Nachdem Siebald keinen klassischen Lieblingsverein hat, verfolgt er die Europameisterschaft schon als Fan.

Die Turnierwochen werden bei Siebald gemischt verlaufen, weil er als Reporter von DAZN den Fußball ja zu seinem Beruf gemacht hat. Grundsätzlich schaut er Länderspiele gerne zusammen im kleinen Kreis mit Freunden an. „Ich werde bei DAZN aber auch viel rundum die EM arbeiten“, sagt Siebald, „deswegen wird es ein Viewing-Mix aus Arbeit und Freunden.“ (Nico Bauer)

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