Fußball  

FC Schwaig triumphiert in Finsing

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Kapitänskampf: Markus Rickhoff (FC Finsing) und Tobias Jell (FC Schwaig, r.) heben ab. Foto:  

Nach der 0:4-Pleite gegen Moosinning setzte es  für den FC Finsing  am Sonntagnachmittag auch eine 0:4 (0:1)-Niederlage gegen den FC Schwaig. 

Finsing– Der 5:1-Derbysieg im vergangenen Jahr beim FC Erding gehört zu den schönsten Erinnerungen der Finsinger Fußballgeschichte. Heuer läuft es nicht so gut bei den Duellen gegen die Landkreisrivalen. Nach der 0:4-Pleite gegen Moosinning setzte es nun am Sonntagnachmittag auch eine 0:4 (0:1)-Niederlage gegen den FC Schwaig, für die der neue Spielertrainer Ben Held gleich zweimal traf.

250 erwartungsvolle Zuschauer und Wolken am Himmel – es war klar: Das wird kein müder Sommerkick. Und die Finsinger Gastgeber fingen auch gleich gut an. Über den rechten Flügel machte sich Fabian Kövener auf den Weg. Seine Flanke nahm Hannes Behm aus neun Metern per Kopf, doch Schwaigs Torhüter Florian Preußer hatte damit keine Mühe. Wenig später versuchte es auch Josef Weber nach einem Eckball mit dem Kopf, wieder hielt der Keeper.

Und dennoch: Schon in dieser Phase war zu erkennen, dass die Schwaiger die reifere Spielanlage hatten. Zu zwingenden Chancen aber kam der Bezirksliga-Aufsteiger nicht, weil die Finsinger die Räume eng machten und in der Defensive nichts zuließen. So war es kein Wunder, dass die erste Schwaiger Torannäherung ein Schuss aus 25 Metern von Kapitän Tobias Jell war.

Zwingender waren da die Finsinger Möglichkeiten. Behm spielte im Strafraum seinen Gegenspieler aus und legte für den frei stehenden Markus Rickhoff zurück, der aus sieben Metern abschloss. Allerdings traf er nur einen Schwaiger Gegenspieler, der den Ball zur Ecke ablenkte.

Die Finsinger schienen nun besser ins Spiel zu kommen, aber plötzlich kamen die Schwaiger zu Chancen. FCS- Spielertrainer Ben Held nahm eine Flanke volley. Der Ball flog allerdings gute vier Meter am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite schickte Kövener Behm auf die Reise. Dessen Rückpass entschärfte aber ein Gästeverteidiger im letzten Moment.

Dann kombinierten sich die Schwaiger rechts durch. Maxi Hellinger steckte auf Held durch, der aus zehn Metern in Mittelstürmer-Position knapp übers Tor schoss. Kurz vor der Halbzeit durfte sich Finsings Schlussmann Sebastian Lehmer auszeichnen, als er einen 22-Meter-Freistoßkracher von Held parierte. Dann war aber auch er machtlos, nachdem sich Weber bei einem langen Ball von Maxi Buchauer verschätzt hatte. Held schnappte sich die Kugel, umkurvte noch Lehmer und schob zum 1:0 ein (43.).

So schlecht die erste Halbzeit endete, so mies begann der zweite Durchgang für die Fiinsinger, die eine Flanke von rechts zu kurz und zu zentral abwehrten. Und so zog der Ex-Erdinger Maxi Buchauer aus 20 Metern ab. Der Ball schlug flach im rechten Eck zum 2:0 ein (51.). Die Heimelf hatte sich noch nicht von diesem Schock erholt, da stand es schon 0:3. Held – schön von Maxi Buchauer freigespielt – tunnelte Lehmer aus zehn Metern (55.).

Jetzt spielte nur noch Schwaig. Der überragende Fink versuchte es aus 25 Metern. Ein toller Schuss des Antreibers, über den nahezu jeder Spielzug ging. Die Finsinger waren verunsichert. Und dann passieren eben solche Dinge: Nach einem Eckball von der linken Seite wollte Stefan Gasda den flach getretenen Ball klären, traf aber nur seinen Gegenspieler. Der Ball prallte zu Vincent Sommer, der aus fünf Metern ins kurze Eck einschob (79.). Die letzten Chancen hatten die Finsinger. Allerdings zielte Behm nach einer Flanke des eingewechselten Dominik Bluhme einen Meter drüber. Und ein Kopfball von Kövener verfehlte das Tor deutlich.

Stimmen zum Spiel:

Ben Held, Spielertrainer des FC Schwaig: Finsing war in der ersten Halbzeit gut. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir in Rückstand geraten wären. Unser Tor kurz vor der Halbzeit war der Knackpunkt. Die Aufholjagd der Finsinger blieb aus, und wir haben die Tore in der zweiten Halbzeit immer zum richtigen Moment gemacht.“

Bernd Häfele, Spielertrainer des FC Finsing: „Meine junge Mannschaft muss mehr Leben zeigen. Das erste Gegentor war sehr unglücklich, aber ich erwarte da ein Aufbäumen der ganzen Mannschaft. Das war heute zu wenig.“

VON ROBERT HARTMANN UND DIETER PRIGLMEIR

Quelle: Merkur.de

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