Der ganze Ort im Fußballmodus

Fußball-Kreismeisterschaft der Grundschulen: Pokal wechselt Besitzer

Großer Auflauf: 16 Teams aus 11 Grundschulen nahmen an der Kreismeisterschaft teil.
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Großer Auflauf: 16 Teams aus 11 Grundschulen nahmen an der Kreismeisterschaft teil.
Die Mannschaft der Grundschule Otterfing macht sich warm.
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Die Mannschaft der Grundschule Otterfing macht sich warm.
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Eine faire Partie lieferten sich die Teams Miesbach B (in Rot) und Waakirchen B.
Die Grundschule Weyarn wärmt sich auf.
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Die Grundschule Weyarn wärmt sich auf.

Ein rundum gelungenes Turnier war die Fußball-Kreismeisterschaft der Grundschulen in Otterfing. 16 Teams aus elf Schulen kämpften um den Wanderpokal.

Otterfing – Wer an diesem Morgen kurz nach acht Uhr gruppenweise Grundschüler in Otterfing Richtung Nordring gehen sah, wusste, was das bedeutet: Zum siebten Mal war das Sportzentrum Austragungsort für die Kreismeisterschaft im Fußball der Grundschulen und der ganze Ort im Fußballmodus.

Der TSV hatte bereits im Vorfeld die Plätze markiert und Trikots bereitgestellt. Das Fruchthaus Brieger lieferte kistenweise Äpfel für den kostenlosen Vitaminschub an und außer den kickenden Kindern wanderten auch alle anderen Viertklässler der örtlichen Grundschule zum Fußballplatz, um sich dort als Helfer-Team von Organisatorin Nicole Müller darum zu kümmern, dass alles reibungslos klappte.

16 Teams aus elf Schulen traten in Otterfing an

So war das Stadion bestens gerichtet, als die ersten Schulbusse anrollten und die sportlichen Insassen von ihren gleichaltrigen Betreuerinnen und Betreuern mit entsprechenden Namensschildern in Empfang genommen wurden. 16 Teams aus elf Schulen traten bei bestem Fußballwetter an, um sehr fair und mit großem Eifer ihren Besten zu ermitteln und am Ende mit viel Applaus Bad Wiessee zur Meisterschaft zu gratulieren. Mit strahlenden Gesichtern streckten die Mädchen und Buben in den leuchtend gelben Trikots den Wanderpokal in die Höhe, den Turnierchefin Müller extra noch poliert hatte. Für die Grundschüler vom Tegernsee eine Premiere, die sie umso glücklicher auskosteten.

Mühelos und ohne Gegentreffer hatten sie Vorrundenspiele, Viertel- und Halbfinale überstanden und trafen dort auf die Gastgeber und Titelverteidiger, die nach einer kurzen Zitterpartie in dem nach regulärer Spielzeit torlosen Viertelfinale und einem 2:1 im Halbfinale gegen den späteren Dritten Waakirchen A das Endspiel erreichten.

Kleines Finale fest in Waakirchner Hand

„Zeit für den großen Showdown“, tönte es durch die Lautsprecher, über die ein engagiertes Buben-Quartett die Spiele mit viel Herzblut kommentierte. Mit dem lauteren Fanblock im Rücken stürmte Otterfing los, doch der Wiesseer Schlussmann ließ sich nicht überwinden und hatte in der Folge auch nicht mehr viel zu tun. Jetzt prüften die Gäste mehrfach Otterfings Keeper. Nach zwei Lattenknallern glückte Leon Bogovic per Kopf der Siegtreffer und seine Mitspieler waren überglücklich: „Der ist schon so verletzt, weil leider alle auf ihn gehen, weil er so gut ist. Aber den Leon hält trotzdem fast nichts auf.“

War im Finale das Ergebnis knapper als der Spielverlauf, ging es im Kleinen Finale ins Rittern. Und das ausgerechnet zwischen den beiden Waakirchner Teams. „Das ist schon ein bissl blöd. Wenn Freunde gegen Freunde spielen, macht‘s nicht so viel Spaß“, waren sich Sieger und Verlierer einig, während sie sorgfältig ihre Schultrikots falteten und auch Waakirchens Rektor Holger Kraus war „hin und her gerissen, weil man zu beiden hält“. 

sie

Quelle: Merkur.de

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