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Abstiegskampf in der Landesliga: Ein Punkt reicht dem TSV Brunnthal

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Von: Nico Bauer

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Nicht ganz ohne Sorgen, aber mit guten Chancen: Raphael Schwanthaler, Trainer des Landesliga-Aufsteigers TSV Brunnthal.
Nicht ganz ohne Sorgen, aber mit guten Chancen: Raphael Schwanthaler, Trainer des Landesliga-Aufsteigers TSV Brunnthal. © Brouczek

Es geht noch immer gegen den Abstieg aus der Landesliga Südost, aber die Chancen des TSV Brunnthal sind weiter groß, dass man diesen Samstag mit dem Klassenerhalt den Saisonabschluss feiern und sich in den Sommerurlaub verabschieden kann.

Brunnthal – Mit einem Punkt gegen den bereits abgestiegenen Letzten TSV Kastl (Samstag, 14 Uhr) wäre die Mission erledigt.

Mit 41 Punkten hat der TSV Brunnthal derzeit zwei Zähler Vorsprung auf den Kirchheimer SC und den TSV Ampfing. In die Abstiegsrelegation können die Brunnthaler Fußballer nur rutschen mit einer eigenen Niederlage, wenn gleichzeitig Ampfing beim FC Töging und Kirchheim gegen Traunstein gewinnt. Mit Traunstein und Eggenfelden ist sogar möglich, dass bei einem Brunnthaler Remis bis zu fünf Clubs punktgleich sind und dann die direkten Vergleiche untereinander berechnet werden. In allen diesen Fällen würde der schlechteste Club in die Relegation rutschen und Brunnthal hätte die Nase vorne.

Das ist die mathematisch-statistische Seite – und das andere ist der Aufsteiger, der auch nach zuletzt zwei Niederlagen noch eine breite Brust hat. „Wir schauen schon seit dem ersten Spieltag nur auf uns selbst, und das machen wir auch diesmal nicht anders“, sagt der Brunnthaler Trainer Raphael Schwanthaler. Er verändert sein Denken auch nicht groß und diskutiert gar nicht erst über ein taktisches Unentschieden, garniert mit Blicken auf die anderen Fußballplätze: Die Brunnthaler wollen gewinnen – und fertig.

Der Trainer sagt auch, dass man im Verein relativ entspannt der letzten Runde der Liga entgegenblickt. „Dieser Klassenerhalt wäre mehr wert als der Aufstieg im vergangenen Jahr“, sagt Schwanthaler. Der Verein hat im ersten Landesligajahr seiner Historie so richtig Lust auf mehr bekommen.

Nicht nur Schwanthaler sagt, „dass wir über diese intensive Saison wohl noch lange reden werden“. Das kann den Herbst betreffen, als man eine riesige Pleitenserie hatte (elf Spiele, zehn Niederlagen) und dann die epische Erfolgsserie im Frühling (neun Spiele ungeschlagen, sieben Siege) direkt nachschob. Nicht viele Vereine erholen sich so von einem Negativlauf und ziehen den Kopf derart aus der Schlinge. Die Mannschaft ist gewachsen, und der Trainer weißt auch ganz bewusst darauf hin, dass man viel erlebt habe, viele Erfahrungen gesammelt habe – und davon profitiere man künftig.

Nun gilt es noch, diesen letzten Punkt zu holen, diesen letzten Schritt zu gehen. Und dann freut man sich am 14. Juni beim Trainingsstart auf die Landesliga samt bayerischem Toto-Pokal. NICO BAUER

TSV Brunnthal: Geisbauer - Deible, Neulinger, Kornbichler - Roth (Klepsch), Betzler, Nagel, Brunner, Fischer - J. Klaß, Porr.

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