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Kreisliga kompakt: Optimismus in Peißenberg, Polling und Habach

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Von: Roland Halmel

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So war’s vor einem Jahr: Zum Saisonstart bejubelten die Peißenberger gegen den Nachbarn aus Polling einen 3:1-Heimsieg.
So war’s vor einem Jahr: Zum Saisonstart bejubelten die Peißenberger gegen den Nachbarn aus Polling einen 3:1-Heimsieg. © Roland Halmel

Der Ball rollt wieder in den unteren Amateurklassen. Die Kreisligisten SV Polling, ASV Habach und TSV Peißenberg starten mit viel Zuversicht in die Spielzeit.

Landkreis – Zuversicht herrscht bei den drei Kreisligisten aus dem Altlandkreis Weilheim zum Start in die Kreisliga 2022/23. Vor allem der ASV Habach gibt sich selbstbewusst, er will auch diesmal um den Aufstieg mitspielen. Primäres Ziel beim TSV Peißenberg und beim SV Polling: bloß kein Abstiegskampf.

ASV Habach trifft zum Start auf einen Aufsteiger

Zweimal Vierter, zweimal Dritter und einmal Zweiter: Die Bilanz der vergangenen fünf Spielzeiten liest sich beim ASV Habach ein bisschen wie die Chronik der verpassten Chancen. Das bedeutet aber nicht, dass es der ASV in diesem Jahr nicht erneut versuchen würde, ganz vorn mitzuspielen. „Die Jungs wollen, im Training war unheimlich Zug drin“, zeigte sich Trainer Markus Vogt, der die Mannschaft weiterhin betreut, mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Mit Siegen unter anderem gegen die Bezirksligisten Denklingen (2:1) und Bad Heilbrunn (6:1) tankten die Habacher in den Testspielen auch viel Selbstvertrauen. „Spielerisch hat sich die Mannschaft weiterentwickelt, wir können jetzt mehrere Systeme spielen“, lobt Vogt seine Truppe, bei der sich personell nicht viel getan hat.

Max Tafertshofer kehrte zu seinem Heimatverein nach Huglfing zurück und wird dort in der neu gegründeten SG Hungerbach spielen. Zudem verließ auch Felix Zanger den ASV, um wieder für seinen alten Klub, den ESV Penzberg, aufzulaufen. Dafür rückten mit Florian Neuschl und Florian Rötzer zwei Spieler aus der eigenen Jugend nach. Vogt kann damit auf eine eingespielte und verschworene Truppe zurückgreifen, bei der aktuell nur ein paar Urlauber fehlen.

Jetzt will der ASV die gute Vorbereitung auch im ersten Ligaspiel an diesem Samstag zuhause gegen Aufsteiger SV Münsing (15 Uhr) bestätigen. „Das wird bestimmt nicht einfach, Münsing wird mit viel Aufstiegseuphorie antreten“, so Vogt, der aber überzeugt ist, dass seine Mannschaft diese erste Hürde nimmt. „Egal, ob der Gegner extrem defensiv steht oder früh presst“, so der ASV-Coach.

Beim letzten Pflichtspiel gegen Münsing vor fast zehn Jahren klappte das ganz gut. Die Habacher gewannen damals mit 8:2. Egal, wie das Spiel endet: Der ASV will nach der Ligenreform in der verkleinerten Kreisliga 2 ganz vorn mitmischen. „Primäres Ziel ist ein Platz unter den ersten drei, gern auch der erste“, so Vogt, der auch nicht tiefstapeln will: „Ich sehe uns mit vielen Teams auf Augenhöhe, aber auch durchaus als Mitfavoriten um den Aufstieg.“

TSV Peißenberg erwartet zum Start Nachbarn SV Polling

Praktisch auf der letzten Rille und nur dank der Auswärtstorregel schaffte der TSV Peißenberg in der Relegation gegen Unterammergau (0:0, 1:1) in der vergangenen Saison den Klassenerhalt. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass der TSV mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2022/23 gehen wird, da sich Florian Heringer schon mit Landesliga-Absteiger Garmisch-Partenkirchen einig war. Zu seinem Nachfolger beförderten die Peißenberger den bisherigen Co-Trainer Michael Stoßberger. Wobei Stoßberger, der von Hubert Jungmann sen. unterstützt wird, auch noch selbst auf dem Feld stehen wird. „Mir wäre es lieber, wenn ich nicht spielen müsste“, gesteht Stoßberger, der aber weiß, dass seine junge Truppe erfahrene Führungskräfte, zu denen er zweifelsohne zählt, dringend braucht.

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Mit der Vorbereitung ist Stoßberger sehr zufrieden: „Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen. Die Jungs sind jetzt total fit. Jetzt können sie 90 Minuten rumpeln“, so Stoßberger. Er sieht ein Problem der vergangenen Saison, in der den Peißenbergern in der Schlussphase oft der Dampf ausging, behoben. Ergebnistechnisch liefen die Testspiele nicht ganz so erfreulich. „Aber gute Ansätze waren dabei“, will Stoßberger die Resultate nicht überbewerten.

Wichtiger war es für ihn, dass sich seine Mannschaft einspielen kann, da es aus dem eigenen Nachwuchs einige Neuzugänge zu integrieren galt. Zudem stieß Caner Demirci vom SVL Weilheim zum TSV. Letzterer fällt nach einem Mittelfußbruch im dem Pokalspiel gegen Altenstadt jedoch bis nächstes Jahr aus. Einige weitere Spieler sind vor der Auftaktpartie am Sonntag zuhause gegen den SV Polling ebenfalls angeschlagen. „Ich weiß wohl erst am Sonntagvormittag, wer spielen kann“, so Stoßberger. Eindeutiger ist dagegen das Saisonziel der Peißenberger. „Wir wollen Platz drei erreichen und in die Aufstiegsrunde, das will aber jeder.“ Stoßberger hofft jedenfalls nicht wieder auf eine solche Zittersaison wie zuletzt.

SV Polling hat ein Torhüterproblem

Neues Trainerteam, neuer Schwung: Unter diesem Motto startete der SV Polling in die Vorbereitung. Bislang hat das durchaus funktioniert. „Wir haben an ein paar Stellschrauben gedreht, taktisch was geändert, das hat frischen Wind gebracht“, berichtet Michael Schöttl, der zusammen mit Hansi Huber die Nachfolge von Coach Robert Färber angetreten hat. „Wir haben in der Vorbereitung viel ausprobiert und ich hatte dabei einen sehr positiven Eindruck“, so Schöttl. Er hofft, dass seine Truppe in der kommenden Spielzeit mehr Konstanz an den Tag legt als in der vergangenen.

Konstanz ist beim SVP auch im Kader angesagt. Abgänge verzeichneten die Pollinger keine. Mit drei Spielern aus der Zweiten Mannschaft wurde der Kader noch etwas breiter. Momentan klaffen aber noch Lücken im Team, da wegen Verletzungen einige Ausfälle zu beklagen sind. Michael Schleicher, die Brüder Lukas und Hannes Schimpl, sowie Fabio Hägl fallen noch länger aus. Sebastian Gößl befindet sich im Aufbau und wird in den nächsten Wochen zurückkehren.

Das ist bei Keeper Mathias Schuster, der vergangene Saison einen Achillessehnenriss erlitt, allerdings nicht der Fall. Da auch sein Vertreter Fabian Faltermeier angeschlagen ist, hat Schöttl vor dem Saisonstart am Sonntag in Peißenberg (14 Uhr) ein Torhüterproblem. Trotzdem geht Schöttl guter Dinge ins Derby. „Die Mannschaft ist heiß, sie will das Auftaktspiel gewinnen, was uns in der Kreisliga noch nicht gelungen ist, sagt Schöttl, der wie der Nachbar den Klassenerhalt anpeilt. „Ich denke, dafür haben wir unsere Hausaufgaben auch gemacht“, sieht er sein Team gerüstet. „Mit dem Sieg im letzten Test gegen Utting hatten wir einen guten Abschluss der Vorbereitung, und an diese Leistung wollen wir in Peißenberg anknüpfen“, sagt Schöttl. In der vergangenen Saison trafen beide Mannschaften ebenfalls zum Saisonstart aufeinander. Die damals höher eingeschätzten Pollinger verloren zuhause mit 1:2. Eine Scharte, die der SVP jetzt auswetzen will.

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