Fussball: Kreisliga 1

0:3 beim Spitzenreiter: Peißenberg hilft bei Gegentoren fleißig mit

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Nichts zu holen gab es für die Peißenberger (in Rot/Archivaufnahme) beim Gastspiel in Lenggries.
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TSV-Präsident Stefan Rießenberger (48) war als Einwechselspieler mit dabei.

Die Überraschung blieb aus: Der TSV Peißenberg verlor in der Kreisliga 1 beim Lenggrieser SC klar. Auf der TSV-Bank saß auch der Vereinspräsident, der fast zum Einsatz gekommen wäre.

Peißenberg - Die Nummer 48 auf der Auswechselbank verdeutlichte die ganze Misere der Peißenberger derzeit. Stefan Rießenberger, aktuell TSV-Präsident und ehemals ein veritabler Keeper, hatte sich bereit erklärt, mit zum Auswärtsspiel zum Lenggrieser SC zu fahren und so das stark ersatzgeschwächte Team zu unterstützen. 

Kurzfristig war der 48-Jährige sogar eine echte Option für einen Einsatz: Beim Aufwärmen hatte Christian Kreutterer signalisiert, dass er nicht spielen könne. So war kurzfristig der Gedanke aufgekommen, Adrian Erhart statt im Tor im Feld spielen zu lassen (wo er eigentlich hingehört). Letztlich blieb es bei der ursprünglichen Planung. Aushilfstorwart Erhart machte seine Sache gar nicht schlecht, an der 0:3 (0:2)-Niederlage beim Tabellenführer der Kreisliga 1 ändert das aber nichts.

Zu der katastrophalen personellen Lage kam am Samstag ein weiteres Problem: „Wir haben auch noch einen rabenschwarzen Tag erwischt“, sagte TSV-Trainer Bodo Nusser. Er sprach von einer „Fehlpass-Quote von 75 Prozent“. Damit nahmen sich die Gäste praktisch selbst aus dem Spiel. „Im Prinzip“, so Nusser, „haben wir nie aufs gegnerische Tor geschossen.“ Alle drei Gegentreffer „sind aus Fehlern von uns entstanden“, berichtete Nusser. Vor dem 0:1 durch Anton Berger (20.) verloren die Peißenberger 30 Meter vor dem eigenen Kasten den Ball. Dem Lenggrieser 2:0, erneut erzielt durch Berger (44.), gingen gleich zwei Ballverluste am eigenen Sechzehner voraus. Kurz nach der Pause erhöhten die Gastgeber auf 3:0 – der TSV ließ eine Flanke zu, Luis Jendrzej traf per Direktabnahme (49.).

Insgesamt war Lenggries „einfach stärker und erfahrener“, sagte Nusser. Beim Tabellenführer „werden sicher noch andere Mannschaften Federn lassen“. In der letzten halben Stunde konnten sich die Lenggrieser – nun mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen aus fünf Spielen – darauf beschränken, das Ergebnis zu verwalten. Den Peißenbergern ergaben sich einige Kontermöglichkeiten, im Spiel nach vorn fehlte fehlte es allerdings an der nötigen Präzision. Nusser nahm die Niederlage sogar positiv: „Wir haben lauter junge Spieler. Ich hoffe, dass sie daraus lernen.“ Trotz der Pleite kann sich die bisherige Bilanz des Aufsteigers schon sehen lassen: Zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis – eine derartige Ausbeute hätten auch andere Teams gern. „Wir sind im Soll“, stellte Nusser fest. Obendrein passe es im Team: „Der Zusammenhalt und die Einstellung stimmen“, sagte der Trainer. Am kommenden Samstag steht erneut eine schwere Aufgabe bevor: Dann geht es zu Hause gegen den Tabellenzweiten, den ASV Habach.

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Quelle: Merkur.de

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