Großer Boom stößt auf mangelnde Hallenkapazitäten

Futsal-Liga verwehrt: Für BSC Sendling und Sentilo Blumenau ist kein Platz

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Am 5. Januar: Hallenkreismeisterschaft in Milbertshofen.

Futsal wird in der bayerischen Landeshauptstadt immer populärer. Mehr Kicker denn je nehmen die Hallenfußball-Variante an. Das führt aber auch zu Problemen.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) merkt diese Bewegung aktuell vor allem im Jugendbereich, wo sich immer mehr Vereine für die BFV-Futsal-Ligen anmelden. Bei den Junioren gibt es im Vergleich zu früher mittlerweile von den U19 (A-Junioren) hinunter bis zur U9 mehrere Futsal-Ligen pro Altersklasse. Nach drei Jahren Pilotprojekt geht Futsal heuer in sein erstes Jahr im regulären Spielbetrieb. Der Sport ist in den Köpfen der Münchner Kicker angekommen. „Das ist ein Erfolg“, meint der BFV-Futsal-Beauftragte Christopher Utz stolz.

Bis zur höchsten Spielklasse nehmen Münchner Mannschaften in den Futsal-Ligen teil. In einer der vier höchsten deutschen Spielklasse, der Regionalliga Süd, wirken mit dem TSV 1860 München, dem FC Deisenhofen und dem TSV Neuried drei Teams mit. Eine Etage darunter in der Bayernliga ist die Isarmetropole mit dem FC Croatia München und der zweiten Neurieder Mannschaft ebenfalls gut vertreten. In der Bezirksoberliga stellen die Münchner Mannschaften zwei Drittel der Liga.

Allerdings hat die steigende Popularität der Hallenfußball-Variante mit Handball-Toren, einem kleineren und sprungreduzierten Ball und speziellen Regeln auch ihre Schattenseiten. Die Hallenkapazitäten reichen in München für die steigende Nachfrage der Futsaler nicht aus. Dem BSC Sendling München und Sentilo Blumenau musste der BFV den Wunsch verwehren, in einer Futsal-Liga mitzuspielen. „Das ist schade, wir haben bis zum Schluss versucht, für die beiden Vereine Hallen zu organisieren. Aber es war leider nichts zu machen“, beschreibt Utz die Lage. Im Vergleich zur Situation auf dem Land sei die Nachfrage nach Futsal in der Stadt stetig steigend. Im Umkehrschluss habe man aber nicht die nötige Infrastruktur wie in den mit Hallen bestens ausgestatten Gemeinden des Umlands.

Zumindest in Sachen Futsal-Meisterschaften haben die Münchner seit der jüngsten Vergangenheit eine feste Heimat gefunden. Wie in den Vorjahren findet das Kreisturnier neben den bereits im Dezember ausgetragenen Münchner Jugend-Kreismeisterschaften der Herren wieder traditionsgemäß in Milbertshofen statt. Am Abend des 5. Januar kämpfen in der Gebrüder-Apfelbeck-Halle acht Mannschaften um zwei Tickets, die für die Qualifikation zur oberbayerischen Meisterschaft am 12. Januar in Manching berechtigen. „Das Turnier hat sich gut etabliert“, freut sich der Münchner BFV-Kreisvorsitzende Bernhard Slawinski.

Ob sich in diesem Jahr der Vorjahressieger FC Croatia München durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Denn sieben weitere starke Mannschaften gehen außer dem Titelverteidiger in zwei Vierergruppen an den Start. Neben dem FC Espanol, TSV Forstenried, BSC Sendling, FC Hellas, SV Sentilo Blumenau und dem TSV 1860 München 3 ist das vor allem der FC Neuhadern München. Der oberbayerische Vizemeister von 2015 und mehrfache Münchner Kreismeister gehört stets zum Favoritenkreis, auch wenn das Team im Vorjahr etwas überraschend mit einem Vorrunden-Aus enttäuschte.

Quelle: Merkur.de

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