SCF-Coach Teschke verliert Bruderduell

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Rustikal eingestiegen ist Pullachs Torschütze Maximilian Thurnhuber (l.) hier gegen den Brucker Kapitän. Für ein anderes Foul sah Thurnhuber später die Rote Karte.

Fürstenfeldbruck - Der Auswärtssieg des SC Fürstenfeldbruck in Landsberg war nur ein Strohfeuer. In Pullach setzte es gleich wieder die fast schon obligatorische Niederlage. Aber das 0:1 kam äußerst unglücklich zustande.

Statistik

Pullach: Shohat, Benzinger, Berchtold, Königer (61. Loistl), Malige, Schaff, Thurnhuber, Duswald, Schlichting (77. Kolberg), Cukur, Rauch (89. Stapf) Fürstenfeldbruck: Steidle, J. Welzmüller, Crone, Krovinovic (86. Yilmaz), Altinay, Onyemaeke, Rodenwald, Staude, Lokietz, Heiß (77. Greif), Lippert
Tor: 1:0 Thurnhuber (55.) Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)
Zuschauer: 80
Gelbe Karten: Königer, Duswald, Rauch; Greif
Rote Karte: Thurnhuber (64./Notbremse)

Die Bilder nach dem Spiel hätten unterschiedlicher kaum sein können: Auf der einen Seite freute sich der aus der Mammendorfer Fußballer-Familie stammende SV-Trainer Carsten Teschke über einen hart erkämpften Dreier nach acht sieglosen Partien in Folge. Auf der anderen Seite haderte sein beim SCF tätiger Bruder Dirk mit dem Schicksal: „Es gibt scheinbar keine Gerechtigkeit mehr.“
Seine Elf hatte trotz deutlicher Überlegenheit und fast 30 Minuten numerischer Überlegenheit verloren. Youngster Koray Altinay wurde zum tragischen Helden. Zweimal traf der beim FC Bayern unter Vorvertrag stehende Angreifer nur die Latte. Einmal wurde sein Schuss noch in letzter Sekunde von der Linie gekratzt. In der 64. Minute wurde Altinay dann auch noch eines eigentlich fälligen Elfmeters beraubt. Der Stürmer marschierte allein aufs Tor zu und wurde von Maximilian Thurnhuber gefällt. Zwar sah der Pullacher für die Notbremse die Rote Karte. Allerdings hatte Schiedsrichter Tobias Schultes den Tatort – anders als Dirk Teschke – außerhalb des Strafraumes gesehen. Der folgende Freistoß blieb ebenso wenig von Erfolg gekrönt wie die übrigen Bemühungen der SCF-Elf.

„Wir haben das Pech gerade wohl irgendwie gemietet“, sagte Torhüter Sebastian Steidle nach dem Spiel kopfschüttelnd. Sein Trainer wollte darum auch nicht den Stab über seine Truppe brechen: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Leider wurde sie für ihr gutes Spiel nicht belohnt.“

Fürstenfeldbruck vom Pech verfolgt

Schuld war eine Situation zehn Minuten nach der Pause, als Thurnhuber frei zum Kopfball kam. Es war die einzig wirklich brandgefährliche Pullacher Möglichkeit – und die war drin. Ansonsten suchten die robust auftretenden Hausherren über Konter ihren Erfolg, waren dabei aber meist zu ungenau.

Dass es für den SCF nicht zum Sieg reichen würde, stand eigentlich schon zur Pause fest. Da hatte die Reserve nämlich ihre eine Stunde früher angepfiffene Partie in Berg mit 2:1 gewonnen. Die Krux: In dieser Saison konnten beide Brucker Mannschaften noch nie an einem Wochenende gemeinsam gewinnen.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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