Wolfratshausen hadert mit Schiedsrichter

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BCF-Coach Andreas Brunnerr fühlte sich vom Schiedsrichter-Gespann in Fürstenfeldbruck total verschaukelt. Schon die Ampelkarte gegen Miedl empfand er als ungerecht, das 2:0 für Bruck bezeichnete er nur noch als "Wahnsinn".  

Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen hat auch das zweite Spiel nach der Verletzung von Karl Murböck verloren. Allerdings fühlte sich Trainer Andreas Brunner beim 0:3 beim SC Fürstenfeldbruck vom Schiri verschaukelt.

„Wir haben ohne acht Verletzte 90 Minuten gekämpft. Den Rest fragen sie am besten Schiedsrichter Sven Engl“, giftete der BCF-Coach nach dem Schlusspfiff.

Erster Aufreger für den Wolfratshausener Trainer war eine Ampelkarte gegen Michael Miedl in der 40. Minute. „Die darf er nie und nimmer geben.“ Einer Verwarnung für Jakob Taffertshofer hätte Brunner noch zustimmen können. „Aber eine Konzessionsentscheidung gegen einen anderen Spieler kann es doch nicht geben.“ Zu allem übel führte der folgende Freistoß von Christoph Ullmann auch noch zum 1:0-Kopfballtreffer durch Brucks Kapitän Janis Crone.

„Der SCF hat eine Chance in der vierten Minute und gewinnt dann 3:0“, ärgerte sich Brunner. Allerdings untertrieb der BCF-Übungsleiter etwas, was die Brucker Möglichkeiten anbelangte. Bereits in der ersten Viertelstunde hätten Wilson Onyemaeke und Koray Altinay einnetzen können, verfehlten aber das Ziel. Bei einem weiteren Schuss von Altinay war BCF-Keeper Franz Demmel auf der Hut und konnte klären.

Die Brunner-Elf erarbeitete sich dagegen bei gleicher Spielerzahl ebenso wenig Möglichkeiten, wie danach in Unterzahl. So bleibt im Zeugnis der Spieler nur festzuhalten, dass sie zwar stets bemüht waren. Zu mehr reichte es aber nicht.

BCF-Coach Brunner bezeichnet 0:2 als "Wahnsinn"

Auf der anderen Seite kontrollierten die Gastgeber zwar das Spiel, richtig gute Möglichkeiten sprangen dabei aber auch nicht heraus. Trotzdem fiel schließlich in der 74. Minute das entscheidende zweite Tor für den SCF – nach einer erneuten Schiri-Entscheidung, die Brunner einfach nur als „Wahnsinn“ bezeichnete. Brucks Thomas Krovinovic setzte sich resolut gegen die BCF-Abwehr durch. „Das war ein klares Foul“, schimpfte der BCF-Trainer. „Wir sind in Ballbesitz, und der Brucker geht von vorne mit gestrecktem Fuß rein, dass es bis auf die Tribüne rauf gescheppert hat.“

Krovinovic war’s egal. Er schob den Ball freistehend an Demmel vorbei in die Maschen. Zwar ließen die Wolfrathausener auch danach die Köpfe nicht hängen. Für Ergebniskosmetik bot sich aber auch keine Möglichkeit mehr. Im Gegenteil: Mit dem Schlusspfiff konnte Altinay einen Konter zum finalen 3:0 abschließen.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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