BCF ganz entspannt gegen alle Topteams

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Wieder am Ball: Marco Höferth (vorne), Farchets lange verletzter Mittelfeldmotor, ist zurück im Mannschaftstraining. Ein Einsatz heute in Pullach käme für ihn allerdings noch zu früh.

BCF Wolfratshausen - Mit dem Gastspiel beim SV Pullach (Samstag, 15 Uhr) beginnt für den BCF ein entspanntes Saisonfinale. Die Wolfratshauser sind aller Sorgen ledig und dürfen sich jetzt mit der Beletage ihrer Liga messen.

Pullach, Rain, Pipinsried, Bogen, Unterföhring – das ist mal ein Restprogramm. Die Farcheter Agenda für die kommenden Wochen ist proppenvoll mit Höhepunkten. Der Sportbund Rosenheim als noch fehlender Kontrahent auf der Liste ist die extreme Ausnahme: Der stark abstiegsbedrohte Tabellenvorletzte gastiert am kommenden Donnerstag im Isar-Loisach-Stadion.

Ansonsten hat die Elf von Reiner Leitl die ersten fünf Teams der Tabelle vor der Brust, nahezu analog zu deren Rangfolge. Trainer Leitl spricht von einem „Gradmesser“. Aus diesen Begegnungen könne man herauslesen, „wie weit man als Mannschaft ist“. Das Ziel nach diesen Partien: ein einstelliger Tabellenplatz. Welcher? „Das liegt an uns selbst“, sagt Leitl.

Der Reigen an Duellen gegen die Topteams beginnt heute mit dem Match beim SV Pullach. Für die Isartaler Raben wird das Spieljahr ungeachtet ihrer Endplatzierung unvollkommen enden. Denn schon vor eineinhalb Wochen erklärte die Führung des SVP den Verzicht auf den möglichen Aufstieg in die Regionalliga. Die für viertklassigen Fußball vorgeschriebenen Auflagen lassen sich mit der derzeitigen Infrastruktur rund um die Gistlstraße nicht erfüllen. Keine wirkliche Überraschung, dennoch unangenehm für die ambitionierten Raben-Kicker. Ob das Auswirkung auf ihre Leistung haben wird? Leitl nennt den Aufstiegsverzicht einen „Genickschlag“ für die Equipe seines Kollegen Frank Schmöller. Der 55-Jährige mutmaßt, dass die Entscheidung Spuren bei den Pullachern hinterlassen hat. Denn die waren an 14 Spieltagen seit Oktober vergangenen Jahres von Sieg zu Sieg geeilt – bis zum vergangenen Samstag. Da setzte es eine deftige 0:4-Klatsche beim Verfolger TSV Rain.

Doch egal, ob die Luft in Pullach nun raus ist oder nicht: Es gilt, sich auf sich selbst zu konzentrieren. „Wir stehen schließlich auch nicht so schlecht da“, meint der BCF-Coach. Zudem habe man in den vergangenen Jahren in Pullach eher selten gepunktet. Zeit wird’s also. An seine Kicker hat der Cheftrainer deshalb die ausdrückliche Bitte: „Heiß zu sein, weil es gegen den Ersten geht.“

Ein Remis am heutigen Nachmittag würde Leitl ohne Einschränkung mitnehmen. Es würde auch zur Farcheter Bilanz 2015 mit je drei Siegen und Unentschieden passen. „Wir sind immer noch ungeschlagen“, bekräftigt Leitl. „Warum soll das nicht so bleiben.“ Experimentierfreudig wird Leitl trotz der gesicherten Tabellenposition nicht. Seine Stammspieler hätten es sich verdient, auch gegen die starke Konkurrenz aufzulaufen, findet der Trainer. Vereinzelte Wechsel im Laufe des Spiels schließt er aber nicht aus. Fast wäre auch ein alter Bekannter wieder in den Kreis der Ersatzspieler gerutscht: Marco Höferth – ja, es gibt ihn noch – befindet sich seit geraumer Zeit im Mannschaftstraining. Leitls Vorschlag, ihn auf die Bank zu setzen, lehnte der Unterfranke jedoch ab. Das, meinte Höferth, käme noch zu früh.

BCF Wolfratshausen: Kluge – Guèye, Misirlioglu, Potenza, Rauch, Kasperek, Rödl, Duswald, Lehr, Pummer, Marinkovic; Wernthaler, Müller, Akgün, Kretzinger, Dzaferovic, Catal, Korkor

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Quelle: fussball-vorort.de

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