Zu harmlos vor dem gegnerischen Kasten

Garching muss endlich seine Torflaute beenden

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Treffsicher: VfR-Torjäger Dennis Niebauer (r.) wird immer besser bewacht.

VfR Garching - 180 Minuten sind schon gespielt nach der Winterpause und der VfR Garching wartet noch immer auf sein erstes Tor. Das Heimspiel des Bayernligisten gegen den TSV 1860 Rosenheim (Sonntag, 15 Uhr) ist deshalb auch das erste als Nicht-Tabellenführer.

Die Diskussion um das Klassement beendet Trainer Daniel Weber gleich im Ansatz: „Von diesem ganzen Druck-Getue halte ich nicht viel. Meine Spieler gehen immer auf den Platz, um zu gewinnen.“ Weber scherzt zudem locker, dass die jungen Männer „keiner dazu gezwungen hat, Fußball zu spielen“. Der VfR schaue derzeit nur auf das Heimspiel gegen Rosenheim, wo das Glück gezwungen werden soll und drei Punkte unbedingt her müssen.

Nicht von der Hand zu weisen ist dagegen das Thema der zuletzt fast erschreckenden Garchinger Abschlussschwäche. „Wir müssen einfach dem Mittelstürmer den Ball an den Kopf schießen und wenn es dann ein Eigentor des Gegners ist, wäre es mir auch egal“, witzelt Weber. Das Problem der Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor müssen die Garchinger als Mannschaft lösen. Derzeit gibt es in dem Kader nicht die einzelne Person, die den gordischen Knoten beim Torabschluss durchschlagen kann.

Die Besetzung für die Position des Mittelstürmers ist derzeit noch offen. Trainer Daniel Weber weiß nicht wirklich, wie er sich zwischen Oliver Hauck und Sebastian Loibl entscheiden soll. „Die Trainingseinheiten in der Woche waren nicht sehr aufschlussreich“, sagt Weber, „denn so wirklich hat sich keiner aufgedrängt.“ Die Statistik spricht für Hauck, der in elf Spielen sechs Tore machte. Loibl traf bei 15 oft nur sehr kurzen Einsätzen zweimal. Der beste VfR-Torschütze Dennis Niebauer (23 Spiele, 18 Tore) hat mehr als doppelt so viele Treffer wie beide Stürmer zusammen. Aber er hatte zuletzt zwei Bewacher und wird das wohl auch gegen Rosenheim befürchten müssen.

Die zweite vakante Position ist die linke Außenbahn, weil Gerrit Arzberger etwas angeschlagen ist. Mario Staudigl würde als Ersatz zum Einsatz kommen. Innenverteidiger Florian Mayer war zwar die ganze Woche auf Schulung, wird aber wieder in der ersten Elf stehen.

Gegner Rosenheim kommt dem Garchinger Coach gar nicht so ungelegen trotz der starken und körperlich mächtigen Defensive. Er sieht in den Kickern von der mangfall eine Mannschaft, die ein Spiel offen gestalten möchte. „Grundsätzlich liegt uns das“, sagt Weber. Nur im Hinspiel war davon bei einer 0:2-Niederlage nicht viel zu sehen.

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – M. Niebauer, Gürtner, Mayer, Suck – Ball, de Prato – Vatany, D. Niebauer, Arzberger (Staudigl) – Loibl (Hauck).

Quelle: fussball-vorort.de

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