Weber will Schlüsselspieler bremsen

Garching muss Salemovic die Lust am Fußball nehmen

Mit Volldampf in die Winterpause: Garching (Orkan Tugbay) erwartet ein schweres Spiel gegen Memmingen. Foto: Michalek

Keine Mannschaft in der Regionalliga hat so wenige Spiele absolviert wie der VfR Garching. Da kommt es gelegen, dass die Wetterverhältnisse die letzte Partie vor der Winterpause gegen den FC Memmingen (Samstag, 14 Uhr, Seestadion) möglich machen. Und dieses Duell Oberbayern gegen Unterallgäu hat sportlich auch eine enorme Bedeutung.

Der Traditionsverein belegt den vorletzten Platz, hat sich mit sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen wieder etwas an das rettende Ufer herangekämpft. Memmingen liegt nur noch einen Punkt hinter dem ersten Relegationsplatz und drei hinter dem direkten Klassenverbleib. Die letzten Ergebnisse mit dem 0:0 in Seligenporten und dem 4:3-Sensationserfolg über Ingolstadt waren durchaus positiv. Den Sieg hat sich Weber im Stadion angesehen und war beeindruckt von der Allgäuer Kampfkraft: „Auch bei einem 1:3-Rückstand haben sie sich nicht aufgegeben.“ Die Memminger haben sich in die Liga zurück gearbeitet und werden wohl für Garching eine schwere Aufgabe darstellen.

Garchings Trainer Daniel Weber sieht in Muriz Salemovic den Schlüssel zum Erfolg. Beim Garchinger 2:1-Hinspielsieg brachte das Fußballgenie Memmingen mit einem Freistoß zwischenzeitlich in Führung. „So einen Spieler müssen wir immer wieder doppeln und ihn im Kollektiv verteidigen“, sagt Weber, „wir wollen ihm die Lust am Fußball nehmen.“ Der Respekt ist aber nicht so gigantisch, dass wie früher ein Spieler als Spezialbewachung für Salemovic abgestellt wird.

Die Nummer zehn Memmingens ist wohl 90 Minuten ein Faktor und Garchings Zehner fünf. Bei Urlaubsrückkehrer Dennis Niebauer ist nicht mehr als eine Halbzeit drin. Weber überlegt noch, tendiert aber zu einer Einwechslung seines Kapitäns für die Option in der Schlussphase. Sicher fehlen werden Manuel Eisgruber, Tobias Grill (beide verletzt) und Daniel Suck (Urlaub). Der Coach des VfR würde mit einem Sieg ziemlich zufrieden in die Winterpause gehen: „Wenn du die wenigsten Spiele hast und trotzdem über dem Strich der Abstiegszone stehst, ist das richtig positiv.“ Eine Flut von Nachholspielen in der zweiten Saisonhälfte ab Anfang März würde Weber sorgen machen.

Der Platz des VfR wird noch einmal herhalten müssen und bekommt dann ja auch eine monatelange Pause. „Irgendwann geht unser Platz in dem Spiel natürlich in die Knie und dann müssen wir Willen zeigen, das Glück zu zwingen.“

Voraussichtliche Aufstellung: Brenner – Kelmendi, Belkahia, Göpfert, Salassidis – Pflügler, Tugbay – Tunc, M. Niebauer, Staudigl – de Prato.

Quelle: fussball-vorort.de

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