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Beisetzung am Freitag

VfR Garching: Rührender Abschied von Betreuer Sigi

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Ehre für den langjährigen Mannschaftsbetreuer: Der VfR Garching hat ein Bild von Siegfried Hofmann neben der Spielerbank aufgestellt.

VfR Garching - Selten stand der treue Sigi so im Mittelpunkt wie an diesem Tag. Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause in der Bayernliga hatten die Fußballer ein Plakat mit dem Bild von Siegfried Hofmann neben der Bank des VfR Garching aufgestellt und die Mannschaft trug Trauerflor.

Nach langer schwerer Krankheit verstarb der Betreuer, den alle Sigi nannten, im Alter von 78 Jahren. An diesem Freitag, 18. März, um 15.30 Uhr wird er auf dem städtischen Friedhof in Garching beerdigt.

Sigi Hofmann war 35 Jahre lang Mitglied des VfR Garching und 25 Jahre lang treuer Helfer der Ersten Mannschaft. Er richtete für die Spieler die Trikots und Getränke her und sorgte nach dem Spiel sowohl in der Kabine als auch auf der Tribüne für Ordnung. „Er war ein sehr reinlicher, penibler Mensch und machte Dinge, die andere nicht machen“, beschreibt ihn Fußball-Abteilungsleiter Franz Hölzl. Hofmann war immer einer der letzten Menschen, die an Spieltagen das Stadion verlassen haben. Sein geliebter Verein konnte sich immer auf den treuen Sigi verlassen. Mindestens sein halbes Leben widmete Hofmann dem VfR Garching.

Der Ledige wohnte eigentlich in Pasing, war aber immer über ein verlängertes Wochenende bei seiner Schwester in Garching. Wenn man es genau nehmen will, schlief er dort eigentlich nur und war ansonsten immer auf den Fußballplätzen beim VfR. Von der D-Jugend bis zu den Alten Herren schaute er sich Spiele an und war sofort zur Stelle, wenn er irgendwo etwas helfen konnte.

Sigi Hofmann war nicht einfach Betreuer der Ersten Mannschaft, sondern für alle Teams da. Sein Leben war es, im Hintergrund zu helfen. Nach Niederlagen blickte er nach vorne und sagte gerne, dass es im nächsten Spiel bestimmt wieder besser laufen werde. Über Siege freute er sich still und weit abseits der anderen. Hofmann war nicht der Typ, der sich auch bei den zahlreichen Aufstiegsfeiern ins Getümmel stürzte. Er sammelte mit inneren Glücksgefühlen die Sektflaschen und Biergläser nach den großen Feiern zusammen. „Ihn mussten wir fast zwingen, damit er mal mit auf ein Mannschaftsfoto geht“, sagt Hölzl.

Hofmanns größter Wunsch war es, dass auch Garchinger Fußballer in der Ersten Mannschaft spielen und Neuzugänge nie wegen des Geldes zu den Schwarz-Weißen kommen. Sigi Hofmann war einige Jahre schwer krank und hat als eine seiner letzten Amtshandlungen noch seinen Nachfolger angelernt. Im vergangenen Jahr erklärte er dem Mannschaftsbetreuer Andreas Kratzer alles auf was der achten soll bei der Unterstützung der Mannschaft. Das Plakat am Spielfeldrand mit der Botschaft „Servus, Sigi“ sagte alles über den Verstorbenen, findet Fußballchef Franz Hölzl: „Genau so war der Sigi. Kurz, knapp und ohne Schnörkel. Und Servus war sein Wort.“

Quelle: fussball-vorort.de

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