VfR stolpert in Eichstätt

Garchings Klasse blitzt nur beim Anschlusstreffer auf

Achtung, ruhender Ball: Gastgeber Eichstätt wird hauptsächlich nach Standardsituationen gefährlich. Per Eckball und Freistoß fallen die VfB-Tore. Mario Staudigl (Mitte, Nummer 27) verkürzt für Garching.

Die widrigen Umstände von Eichstätt waren zu viel. Der VfR Garching verlor ein seltsames Spiel 1:2 (0:2). Zwei Standard-Tore der Eichstätter leiteten die Niederlage ein.

Der VfR Garching genießt jede Woche die Regionalliga mit tollen Stadien, guten Fußballern und spannenden Herausforderungen. Doch die bei Aufsteiger VfB Eichstätt hätte sich Trainer Daniel Weber gerne erspart: „Das war der schlechteste Platz der Regionalliga und dazu wurde bei Windstärke acht gespielt.“ Sein Team kam mit den Umständen nie richtig zurecht und hat mit der 1:2 (0:2)-Niederlage etwas Abstand zu den sechs Zählern entfernten Relegationsplätzen verloren.

In der ersten Halbzeit mussten die Garchinger gegen den Wind spielen und hatten so kaum Chancen, gezielt über weite Diagonalbälle oder Flanken zum Erfolg zu kommen. Diese Verhältnisse schraubten Webers Erwartungshaltung auch herunter: „In so einem Spiel hätte ich mit einem Unentschieden leben können.“

Die Gastgeber warfen kämpferisch alles in die Waagschale, was sie zu bieten hatten, und erzwangen so den vierten Saisonsieg. Mit der Windunterstützung legte Eichstätt bis zur Halbzeit den Grundstein für die drei Punkte. Garching war die ersten 25 Minuten spielbestimmend, aber in manchen Momenten war die Partie unkontrollierbar. So landete ein weiter Abschlag direkt beim Mittelstürmer, der im Eins gegen Eins an Torwart Kai Fritz scheiterte.

Die Tore brachten zwei Standards in einer Druckphase des Aufsteigers. Eichstätt nutzte eine Ecke in einer Standardserie zum 1:0. Der zweite Treffer war dann ein Freistoß aus 35 Metern, der vom Wind beschleunigt ins Kreuzeck gedrückt wurde. Dem VfR-Keeper ist dabei nicht einmal ansatzweise ein Vorwurf zu machen. Ärgerlich waren die beiden Standardtore vor allem, weil in dieser Phase mehrere ruhende Bälle ohne jede Gefahr verpufften.

In der zweiten Halbzeit trieb der Wind dann die Garchinger nach vorne zum Anschlusstreffer. Danach waren noch 20 Minuten Zeit, in denen die Gäste drückten, aber in der einen oder anderen Situation fehlte das letzte Glück. In der Nachspielzeit fehlten etwa Stürmer Stefan de Prato nur wenige Zentimeter zum Ausgleich.

Eine richtige Dauer-Druckphase verhinderten aber die besonderen äußeren Umstände. Immer wieder versprangen die Bälle bei Flachpässen und machten den Garchingern das Leben schwer. Bei dem Tor von Mario Staudigl (69. Minute) kamen die technisch überlegenen Garchinger einmal spielerisch gut durch, aber das war eben doch nur die Ausnahme.

VfR-Trainer Daniel Weber sprach später von „einem Lotteriespiel“, für das er seinen Schützlingen wenig vorwerfen kann. Auch die Härte des Aufsteigers betrachtete er mit Verständnis: „Sie haben mit ihren Mitteln gespielt.“

VfB Eichstätt – VfR Garching 2:1 VfB Eichstätt: Gurski, Schmidramsl, Schröder, Kraft, Graßl, Federl, Scintu (90. De Biasi), Schäll (83. Grau), Fries (90. Panknin), Schraufstetter, Eberle - Trainer: MattesVfR Garching: Fritz, Mayer, Pflügler, Salassidis, Belkahia, Kelmendi (88. Grill), Tugbay (62. Zimmerschied), Weicker, Tunc (76. De Prato), Staudigl, Eisgruber - Trainer: WeberSchiedsrichter: Riepl (Altenerding) - Zuschauer: 440Tore: 1:0 Federl (35.), 2:0 Fries (45.), 2:1 Staudigl (70.)

Quelle: fussball-vorort.de

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