USA-Abenteuer beendet: Langenegger kehrt zurück nach Garmisch

Garmisch rüstet auf: Reiter und Schwinghammer im Anflug

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FC Garmisch-Neuzugänge von rechts nach links in grünem Trikot: Jonas Reiter und Sebastian Schwinghammer

Neue Gesichter beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen: Der Landesligist hat in der Winterpause auf dem Transfermarkt zugeschlagen und vor allem die Defensive verstärkt. Florian Langenegger kommt aus den USA zurück, neu sind Jonas Reitel und Sebastian Schwinghammer. In der kommenden Wochen steht der Trainingsauftakt an.

Heikel ist die Situation ganz sicher. Von aussichtslos aber kann keine Rede sein. Die Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen liegen vor dem Start in die zweite Saisonhälfte Anfang März in der Landesliga Südwest auf Position zwölf. Sie haben ein Mini-Polster von zwei Zählern auf die Relegationsplätze und ein Spiel mehr als viele Konkurrenten. Hört sich nicht gut an, verloren ist aber noch lange nichts. Denn der Aufsteiger befindet sich mitten in einem Pulk an Teams, die sich mit denselben Problemen wie der 1. FC beschäftigen. Zwölf Matches bleiben der Mannschaft von Trainer Christoph Saller, um die Fronten zu klären, den Klassenerhalt zu sichern. Nicht ganz unwichtig: Sieben dieser Partien sind Heimspiele. Da die Werdenfelser mehr als zwei Drittel ihrer Punkte auf dem heimischen Rasen geholt haben, fraglos eine positive Konstellation.

Allein durch den Spielort wird der Verbleib in der Landesliga aber kaum zu realisieren sein. Ein großes Thema ist der Kader des Aufsteigers. Speziell die Defensive gab im Endspurt der Vorrunde Anlass zur Sorge. 41 Gegentore deuten schon eher auf einen Abstiegskandidaten hin.

Darauf hat der Verein in der Pause reagiert – und sich verstärkt. In dreifacher Ausfertigung sogar. Da ist zunächst Florian Langenegger, der aus den USA zurückkehrt und dem 1. FC ohne weitere Unterbrechung zur Verfügung steht. Der 21-Jährige hatte ja in den ersten Wochen der Saison im Juli sein Potenzial für eine Konstante auf der rechten Außenbahn mehr als nur angedeutet. Langenegger steht zudem noch am Anfang seiner Entwicklung. Gleiches gilt für Jonas Reitel, der vom Ligakonkurrenten BCF Wolfratshausen kommt. Arne Albl freut sich auf den Kocheler, der aus der JFG Wolfratshausen in die Erste Mannschaft aufrückte. Der 19-Jährige bekam in der Bayernliga vergangene Saison zehn Einsätze. Ein Grund, warum Albl beim Youngster eine „gewisse Qualität“ voraussetzt. Reitel habe sich von BCF-Coach Philipp Bönig mehr Spielzeit erhofft, die er aber nicht bekam. „Er hatte Probleme mit dem Trainer, wäre im Winter ohnehin gewechselt.“ Reitel ist ebenfalls auf der rechten Flanke heimisch.

Ganz anders Sebastian Schwinghammer, der sich in der Mitte am besten aufgehoben fühlt. Den Ohlstädter hatte eigentlich niemand auf der Rechnung. Doch vor wenigen Tagen sagte der 27-Jährige beim 1. FC zu – nach zweieinhalbjähriger Leidenszeit aufgrund seiner Adduktorenprobleme. Zuletzt aber machte Schwinghammer erkennbare Fortschritte, absolvierte beim FC, respektive dessen Partner Fitlifeein Reha- und Koordinationstraining. „Wir müssen sehen, wie es körperlich bei ihm geht“, betont Albl und beugt überzogenen Erwartungen vor. Bei Schwinghammers Heimatverein SV Ohlstadt hatte man sich ursprünglich ein Comeback des Innenverteidigers in den eigenen Reihen erhofft. Als wichtigen Impuls im Abstiegskampf. Doch es kam anders. „Natürlich bedauern wir das sehr“, räumt Coach Jan Tischer ein. „Aber ich wünsche ihm, dass er überhaupt wieder richtig spielen kann.“

Über einen weiteren Neuzugang entscheiden die nächsten Tage. Der 1. FC hat Interesse an Maximilian Schulz, einem Abwehrspezialisten vom TuS Holzkirchen. Albl ist zu Ohren gekommen, dass beim stark abstiegsbedrohten Bayernligisten einige Spieler wechselwillig sind. Fix ist allerdings längst nichts. Zwar spricht Albl grundsätzlich von einer „guten Geschichte“, doch müsse von Klubseite ausgelotet werden, ob sich der 1. FC einen Kicker dieses Formats „noch leisten“ könne. Weitere Gespräche mit Spielern würden in erster Linie im Hinblick auf die kommende Saison geführt.

Der einzige Abgang im Winter ist ebenfalls ein Defensivmann: Oliver Kewitz hat ein Stipendium in London erhalten und verabschiedet sich mindestens für ein Jahr nach England.


Testspielprogramm


Freitag, 1. Februar

20:00 1. FC GAP – TSV Grünwald

Donnerstag, 7. Februar

19:00 1. FC GAP – SV Raisting

Samstag, 9. Februar

14.30 Eintracht Karlsfeld – 1. FC GAP

Donnerstag, 14. Februar

19:30 1. FC GAP – SV Bad Heilbrunn

17. bis 23. Februar

Trainingslager Türkei

Samstag, 2. März

Punktspielstart 1. FC GAP – SC Olching

Text: Oliver Rabuser

Quelle: Merkur.de

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