Tabellenschlusslicht mit 13 Punkten

Gautings-Coach Kaiser: „Das Einzige, was fehlt, sind die Punkte“

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Abstiegssorgen: Gautings Trainer Michael Kaiser.

Der Gautinger SC ist Tabellenschlusslicht. Die 13 Punkte spiegeln die Leistungen dagegen nicht wieder. Jetzt soll ein Trainingslager in Istrien die Wende einleiten.

Gauting – Die einzige Hoffnung des Gautinger SC ist gut 600 Kilometer entfernt. Anfang März wird der Tabellenletzte der Kreisklasse 1 auf der Adria-Halbinsel Istrien sein Trainingslager abhalten. „Wir versuchen da, die Vorraussetzungen für den Nicht-Abstieg zu schaffen“, beschwört Michael Kaiser den guten Geist, der seine Fußballer in all den Jahren vor der Rückrunde heimgesucht hat. Bisher konnte sich der Trainer stets darauf verlassen, dass das Vorbereitungscamp Wunder wirkt. „Wir sind seit Jahren in der Rückrunde stärker als in der Hinrunde“, hat der Coach festgestellt.

Der Mythos Trainingslager speist sich vor allem aus seiner Sacharbeit. Unter der Woche muss Kaiser kräftig rudern, um eine vernünftige Zahl von Kickern in seiner Übungsstunde zu versammeln. In Istrien werden sie vier Tage lang unter einem Dach hausen und zweimal pro Tag trainieren. Das soll vor allem dazu beitragen, die Abläufe im Spiel des Aufsteigers zu perfektionieren. Der Gemeinschaftsgeist in der Mannschaft ist schon jetzt hervorragend. Zu der internen Weihnachtsfeier erschienen 60 Gäste. Mehr geht kaum. „Das Einzige, was fehlt, sind die Punkte“, spricht Kaiser das große Defizit der ersten Saisonhälfte an. In 16 Partien hat der Neuling gerade mal 13 Zähler gesammelt.

Die schmale Ausbeute steht in keinem Verhältnis zu den Leistungen der Elf. In der Fremde lautete die höchste der vier Niederlagen 1:3 gegen die Reserve des TSV Gilching. Auf eigenem Terrain waren es ebenfalls die Gilchinger, die den Sportclub am deutlichsten schlagen konnten. Wiederum setzte es ein 1:3. Die weiteren sechs Heimpleiten waren alle knapp.

Es ist nicht so, dass die Würmtaler keine Tore schießen. Mit 29 Treffern befinden sie sich im soliden Mittelfeld der Tabelle. Auch die 32 Gegentore bedeuten keine Besorgnis erregende Summe. Nur machen die Gautinger zum falschen Zeitpunkt ihre Kisten. Wenn es läuft, dann läuft es wie beim 4:1 in Emmering oder beim 6:4 in Alling. Wenn nicht, dann genügen ein paar Schnitzer in der Abwehr und ein paar vergebene Möglichkeiten im Angriff, um ein Spiel zu verlieren. „Die Gegner sind effektiver“, konstatiert Kaiser. Sein junges Team agiert zu häufig noch sehr blauäugig.

Kurioserweise läuft es für die Kaiserlichen auswärts besser. In sieben Spielen haben sie sieben Punkte erfochten und ein Torverhältnis von 16:16 erzielt. Dass es in der Fremde besser klappt, kann auch mit dem eigenen Spielfeld zusammenhängen, den der Coach als „unseren Krautacker“ bezeichnet. Im Herbst befand sich der Rest des Rasens in einem so katastrophalen Zustand, dass die Partie gegen den FSV Aufkirchen abgesagt werden musste.

Die Hoffnung ist berechtigt, dass im Frühjahr nicht nur das Gras an der Leutstettner Straße wieder wächst, sondern auch die Spieler etwas reifer geworden sind. Kaiser erwartet die bisher verletzten oder unabkömmlichen Lasse Mayer, Nils Brombach, Jakob Rindermann und Max Schüle wieder zurück in seinem Kader, den er mit seinem Co-Trainer Uwe Lehner betreut. „Der kann was“, ist Kaiser voll des Lobes für ihn. Spätestens in Istrien soll das auch auf seine Fußballer zutreffen.

Quelle: Merkur.de

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