Bayerns Fußball-Legende blickt auf Karriere zurück

50. Geburtstag! Alles gute, Manni Schwabl

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Manni Schwabl blickt in der tz auf einige Stationen seiner Karriere zurück.

SpVgg Unterhaching - Er ist einer der wenigen Spieler, die in der Bundesliga das Trikot aller drei bayerischen Traditionsvereine getragen haben: das des FC Bayern, des TSV 1860 und des 1. FC Nürnberg.

Am Montag wird Manni Schwabl 50 Jahre alt, und mit 100 Gästen hat er am Sonntag in einem Landgasthaus in Großhartpenning in seinen runden Geburtstag hineingefeiert. Viele alte Weggefährten waren dabei, u.a. Jens Jeremies, Thomas Miller, Hansi Dorfner und Roland Grahammer. Für die tz blickte der Manni auf 50 Jahre Schwabl zurück.

Wo war’s am schönsten?

Es hatte alles seinen Reiz. Mit Bayern war ich ein paar Mal Meister, mit Nürnberg und Sechzig bin ich in den UEFA-Cup gekommen. Ist eigentlich genauso viel wert. Am griabigsten war’s aber bei den Löwen. Wir waren ein verschworener Haufen, so wie bei einem Kreisligaverein. Aber fußballerisch natürlich viel besser. 1860 bleibt bei mir am meisten haften. Das enge Stadion, die Nähe zu den Fans, das Stüberl. Das ganze Drumherum war super.

Bester Trainer:

Ist schwer zu sagen. Udo Lattek war eine absolute Respektsperson, da hattest du schon Angst, wenn dir beim Essen die Gabel aus der Hand fiel. Jupp Heynckes war ein Welttrainer, und zum Schluss kam mit Werner Lorant noch der totale Wahn.

Lustigster Kollege: Es gab einige. Den Eckstein, den Jeremies, aber Thomas Miller ist ganz vorn. So ein Hoglbuachana. Ganz am Anfang war ich mit ihm im Trainerzimmer, und der Thomas hat dem Lorant die Meinung gegeigt. Da dachte ich, wo bin ich denn hier hingekommen…

Bester Mitspieler: Bei Bayern gab’s natürlich etliche Topspieler. Aber der Beste war Peter Nowak bei 1860. Eine Vollgranate. Mit ihm war ich auch immer auf einem Zimmer, er hatte es nicht leicht mit mir.

Schönstes Spiel: Mein erstes Länderspiel, gegen Dänemark. Für meine erste Aktion bekam ich gleich die Gelbe Karte. Teamchef Franz -Beckenbauer hat’s gefallen. Der Schwabl haut sich wenigstens rein, hat er gesagt. Schlimmstes Spiel: Mein erstes Bundesligaspiel mit Bayern, ein 0:4 in Düsseldorf. Und natürlich das legendäre Spiel mit dem Club bei Bayern, als Helmer das Phantomtor schoss. Danach hielt Aumann einen Elfmeter von mir, der hielt sonst nie einen. Wir verloren 1:2 und es gab das Wiederholungsspiel. Das verloren wir 0:5 und stiegen ab. Hätte ich den Elfer reingehauen und das 2:2 gemacht, hätten wir nicht protestiert und wären dringeblieben. Geschossen habe ich nur, weil kein anderer wollte. Alle schauten weg. Hätte ich nicht geschossen, stünden wir heute noch im Olympiastadion.

Auslandserfahrung: Kann man vergessen. Vor Sechzig war ich kurz in Innsbruck, war nix. Nach Sechzig bin ich nach Treviso in Italien. Da wusste ich schon auf dem Hinflug, dass ich das nicht brauche. Nach ein paar Wochen bin ich wieder heim nach Holzkirchen

Text: Claudius Mayer

Quelle: fussball-vorort.de

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