Gegen die Kickers ist kein Kraut gewachsen

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Kurz vor der Pause: Weißenberger köpft das 1:0 für Würzburg, SVH-Torwart Krasnic ist machtlos.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten profitiert als erster Regionalligaclub von der Einführung des Freistoßsprays. Doch trotz eines Standardtors von Simon Seferings verliert der SVH erwartungsgemäß bei Spitzenreiter Würzburg mit 1:4.

17 Minuten sind in der Regionalligapartie des SV Heimstetten bei den Würzburger Kickers absolviert, als Patrick Hanslbauer zum Gürtel greift. „Es gab Freistoß, die Spieler haben ungeduldig gefragt: Ist der Ball gesperrt?“, wird der Schiedsrichter hernach im Interview des Bayerischen Fußball-Verbands erzählen. Worauf er geantwortet habe: „Hey Jungs! Langsam, ihr wisst schon, dass das jetzt ein historischer Moment ist, oder?“

Diese Aussage habe für grinsende Gesichter gesorgt, so Hanslbauer. Schließlich ist das Wort „historisch“ in Zusammenhang mit dem in der Regionalliga neu eingeführten Freistoßspray drei bis vier Schichten zu dick aufgetragen. Ohnehin dürfte es den SV Heimstetten kaum getröstet haben, dass er bei dieser Premiere mitgewirkt hat. Und auch die Tatsache, dass das erste Freistoßtor in der Spray-Ära ein SVH-Kicker erzielt, bleibt nur eine Randnotiz. Denn nach 90 Minuten steht das Kellerkind wie erwartet mit leeren Händen da: Beim Spitzenreiter aus Würzburg verliert Heimstetten mit 1:4. „Wir haben eigentlich eine ganz ordentliche Leistung gezeigt“, findet SVH-Trainer Vitomir Moskovic.

Zumal der Coach im ersten Spiel des Jahres auf eine ganze Reihe von Leistungsträgern verzichten muss. So fehlen die verletzten Daniel Steimel, Maximilian Bauer, Clemens Kubina und Marco Bläser, die gesperrten Dominik Schmitt und Sebastian Paul sowie der verhinderte Andreas Neumeyer. Dennoch beginnt Heimstetten konzentriert, sodass sich die Platzherren eineHalbzeit lang schwer tun gegen das SVH-Bollwerk. Chancen bleiben auf beiden Seiten Mangelware; „wir hatten sogar die etwas besseren Möglichkeiten“, glaubt Moskovic und verweist auf Valentin De La Mottes Volleyschuss. Als die ersten der rund 2000 Zuschauer bereits in Richtung Pausen-Bratwurst schlendern, klingelt es doch noch im Kasten von Marijan Krasnic.

Nach einer Freistoßflanke köpft Niklas Weißenberger das Leder ins Netz. „Gegen eine Mannschaft wie Würzburg kann so etwas immer mal passieren“, gibt sich Moskovic milde. Weniger Verständnis zeigt der Trainer für den zweiten Treffer – 40 Sekunden nach Wiederanpfiff. Nach einer feinen Kombination steht Amir Shapourzadeh frei im Strafraum und lässt Krasnic keine Chance – 0:2, „zu einem ganz unglücklichen Zeitpunkt“, sagt Moskovic. In der Folge geht seine Elf peu à peu mehr Risiko ein und wird zunächst dafür belohnt: Simon Seferings zimmert einen direkten Freistoß über Spraylinie und Mauer hinweg zum 1:2 in den Winkel. Nun wittert der SVH Morgenluft, doch ein Tor aus dem Spiel heraus will den Gästen nicht gelingen.

Stattdessen treffen erneut Shapourzadeh und Nico Gutjahr in den letzten zehn Minuten, weshalb am Ende eine standesgemäße 1:4-Niederlage zu Buche steht. Und so bewahrheitet sich letztlich eine Vermutung, die Manager Michael Matejka bereits im Vorfeld der Partie geäußert hat: „Für uns beginnt die Restrückrunde erst mit dem Heimspiel gegen Burghausen so richtig.“

Torjäger: SV Heimstetten, 2014/15

Torjägerliste

Team

Tore

Spiele

11m

1.

Ammari, Sammy

FC Ingolstadt 04 II

8

22

-/-

2.

Kubina, Clemens (25)

SV Heimstetten

5

22

-/-

3.

Majdancevic, Danijel (26)

SV Heimstetten

5

22

-/-

4.

Bläser, Marco (33)

SV Heimstetten

2

20

-/-

5.

Nappo, Sebastiano

SV Heimstetten

2

21

-/-

6.

Schmitt, Dominik

SV Heimstetten

2

20

1/1

7.

Ebeling, Marcel-Pascal

SV Wacker Burghausen

1

17

-/-

8.

Seferings, Simon

SV Heimstetten

1

10

-/-

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Quelle: fussball-vorort.de

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