Der SVP wird ein Test für die Wolfratshausener Abwehr

BCF gegen Pullach: Jeder Einzelne muss wollen

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Jede Menge Arbeit dürfte auf die BCF-Verteidigung um (v. li.) Onur Misirlioglu und Janis Hoffmann im heutigen Derby gegen den SV Pullach zukommen.

BCF Wolfratshausen - Ein prominenter Gegner zu einem ungewohnten Termin: Für den BCF Wolfratshausen ist das Derby gegen den SV Pullach (Sonntag, 16 Uhr) eine verschärfte Übungseinheit für den bedeutungsvollen Saisonendspurt.

Wolfratshausen – Noch ist Schonzeit an der Kräuterstraße, und Pullach fällt nicht in jene Kategorie von Bayernligisten, die der Ballclub schlagen muss. Aber er kann es natürlich tun, denn außerplanmäßige Buchungen auf dem Punktekonto sind gern gesehen. Ab kommender Woche wird die Pflicht dann absoluter. Dann kommen die Gegner nicht wie zuletzt aus Gemeinden am Münchner Stadtrand, sondern aus verborgenen Winkeln Bayerns: Ruhmannsfelden, Hankofen, Kirchanschöring, Kottern und zu guter Letzt Vilzing. Alles Mannschaften, die gleichauf mit den Farchetern liegen, oder – mit Ausnahme von Fixabsteiger Ruhmannsfelden – in Reichweite dahinter. Fünf Wochen, die in Wolfratshausen maßgeblich über Urlaubsplanung und die Ligenzugehörigkeit entscheiden.

Ein oder drei Punkte gegen Pullach wären in jedem Fall der perfekte Einstieg ins Saisonfinale. „Wir werden es ihnen nicht leicht machen“, wählt BCF-Coach Reiner Leitl markige Worte. Freilich im Wissen, dass die Münchner Vorstädter neben Garching das meiste Talent aller Konkurrenten vereinen. „Noch ballsicherer als Heimstetten“, hält Leitl fest. Bleibt abzuwarten, wie sich der in dieser Woche erklärte Verzicht auf den Regionalliga-Aufstieg aufs Pullacher Gemüt auswirkt. „Für die meisten Spieler schade, aber sie können es nicht ändern“, kommentiert Farchets Cheftrainer die Situation der Raben mehr oder weniger leidenschaftslos. Im Vorjahr, etwa zu gleicher Zeit, folgte der Verzichtserklärung der sportliche Abgesang. Der fehlenden Motivation folgten Punktverluste. Auch der BCF profitierte davon in Form eines Dreiers in Pullach. Doch schließt Leitl eine Wiederholung dieses Nachlassens für heuer aus: „Dafür sind sie zu stabil und spielen zu guten Fußball.“ Der 56-Jährige glaubt eher an eine gegenteilige Wirkung, denn die Kicker von Trainer Franz Schmöller könnten nun „locker drauflosspielen“.

Leitl betont, wie sehr seine Elf ein Erfolgserlebnis benötige. Er erklärt auch, wie es dazu kommen kann. Es geht um das Wollen, sowohl jedes Einzelnen, als auch des Kollektivs. Exemplarisch zieht der Übungsleiter die denkwürdige Europaliga-Partie des FC Liverpool gegen Borussia Dortmund vom Donnerstagabend heran. Im altehrwürdigen Stadion an der Anfield Road habe man gesehen, was mit Wille möglich sei, wenn „man mit zwei Toren hinten liegt“. Vielleicht aber passt zum Ballclub und dessen schwankenden Resultaten eher die Platzfrage. Leitl hofft auf Freigabe des Rasens im Isar-Loisach-Stadion. Das wäre Mitte April durchaus gerechtfertigt, doch in Wolfratshausen „weiß man das nie so genau“.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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