Gegner mit prominenten Namen

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Stefan Riederer (r.) präsentiert sich als sicherer Rückhalt der SpVgg Unterhaching II. Foto: big

Unterhaching - SpVgg Unterhaching II nimmt gegen Schweinfurt den nächsten Anlauf auf die Tabellenspitze.

Unterhaching - Dichtes Gedränge herrscht derzeit in der Fußball-Bayernliga im Kampf um die vorderen Plätze. So liegt die SpVgg Unterhaching II als Tabellendritter zwar nur einen Punkt hinter Spitzenreiter SV Seligenporten, doch sie könnte bei einer Niederlage im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Zehnten 1. FC Schweinfurt 05 auch vom Gegner überholt werden. „Es geht richtig eng zu“, weiß Hachings Coach Harry Deutinger, „die Mannschaften sind sehr ausgeglichen. Wer ein bisschen konstant ist, wird vorne dabei sein.“ Dem Aufsteiger aus Schweinfurt traut er das durchaus zu. „Mit denen muss man rechnen, da sind ein paar mit einiger Erfahrung drin.“

So etwa Florian Galuschka (28), der schon 112 Regionalligaeinsätze (unter anderem für Wacker Burghausen und die TSG Hoffenheim), aber auch 24 Zweitligapartien (für Schweinfurt und den FC Augsburg) absolviert hat. Vor allem aber Sebastian Kneißl (27), der schon mit 17 Jahren zum FC Chelsea wechselte, dort aber keine Berücksichtigung fand. Allerdings schnupperte der ehemalige Junioren-Nationalspieler, nachdem er ausgeliehen worden war, Erstligaluft in Schottland (FC Dundee) und Belgien (VC Westerlo), spielte in Deutschland bei Burghausen in der 2. Liga.

Zu Kneißls Lebenslauf gehört auch ein ungewöhnliches Kapitel abseits des Profisports: 2007 unterbrach er seine Laufbahn für ein Jahr, um als Streetworker mit Kindern und Jugendlichen in einem Londoner Problemviertel zu trainieren. Da Galuschka und Kneißl für die Schweinfurter Offensive zuständig sind, wartet eine weitere harte Bewährungsprobe für die neue Abwehrkette mit Grunert, Pasiciel, Drum und Vitzthum, die in Ismaning ihre Sache schon ordentlich machte.

Es fehlen der SpVgg II aber nicht nur die Verteidiger Jonas Hummels (immer noch krank), Michael Hefele (zu den Profis hochgezogen), Patrick Ziegler (Knochenödem am Schambein) und Thomas Angermeier (Operation an einer Sehne im Sprunggelenk), für den die Vorrunde beendet ist, sondern auch Mittelfeldspieler Andreas Martin (Bänderanriss) und neuerdings auch Stürmer Ömer Kanca (Kapselriss im Zeh). Hinter Lennart Hasenbeck, der diese Woche krank war, steht zudem ein Fragezeichen. Und Sebastian Mützel leidet an einer Rippenprellung, doch wenigstens mit ihm rechnet Deutinger, der angesichts der Rückschläge voll des Lobes für seine junge Truppe ist: „Uns sind schon einige weggebrochen. Ich finde es toll, wie die Mannschaft das wegsteckt. Es wäre eine Riesensache, wenn wir uns mit einem Sieg über Schweinfurt richtig vorne festetzen könnten.“ um

SpVgg Unterhaching II: Müller - Grunert, Pasiciel, Drum, Vitzthum, Grahammer, Schwabl, Yilmaz, Alschinger, Schuster, Mützel

Quelle: fussball-vorort.de

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