Der Trainer des TSV Eching im Interview

Lösch: „Haben noch zehn brutale Bretter vor der Brust“

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Geben die Richtung vor beim TSV Eching: Sven Lösch (r.) und Dennis Magro (l.)

Der TSV Eching überwintert in der Bezirksliga Nord ganz oben. Trainer Gerhard Lösch sagt, warum Co-Trainer Dennis Magro sein wichtigster Sommer-Neuzugang ist.

  • Der TSV Eching führt zur Winterpause die Bezirksliga Nord an
  • Der Verein stellte Gerhard Lösch in Person von Dennis Magro einen weiteren Trainer zur Seite
  • Im Interview erklärt Lösch, was die Mannschaft in dieser Saison so stark macht

Hallo Herr Lösch, Glückwunsch zur tollen Saison und Platz eins. Was läuft in dieser Spielzeit besser als in den Jahren zuvor?

Der Hauptgrund ist ganz einfach, dass wir den Kern der Mannschaft zusammenhalten konnten. Dadurch wächst ein Team auf und neben dem Platz immer mehr zusammen. Wir haben uns ja auch nicht so groß verstärkt, wie das andere Teams getan haben. Mit Timo Schaffhauser haben wir lediglich einen Spieler aus der Landesliga dazu geholt. Die restlichen Jungs kommen aus der Kreisklasse, Kreisliga und der A-Jugend.

Die Zielsetzung „oben mitspielen“ kann bei dem Zwischenstand eigentlich nach oben korrigiert werden, oder? 

Nein, wir hatten vor der Saison das Ziel, besser zu seinals im vergangenen Jahr, also Vierter. Die Liga ist weiterhin unfassbar eng. Und wir haben ja noch zehn brutale Bretter vor der Brust. Wir verfolgen einen Fünf-Jahres-Plan, an dessen Ende wir aufsteigen wollen. Wenn es bereits im dritten Jahr klappen sollte, umso schöner. 

„Er besitzt eine überragende Menschenkenntnis“

Vor der Saison holten sie sich Dennis Magro als weiteren Trainer an ihre Seite. Was zeichnet ihn aus?

Ich habe ihn aus gutem Grund geholt. Er ist ein brutaler Menschenfänger. Es war mir wichtig, dass wir das Ganze zu zweit machen. Er nimmt mir viele Dinge außerhalb des Platzes ab. Wenn wir Einzelgespräche führen mit Spielern, sagt mir Dennis meistens schon davor, was im Spieler vorgeht. Er besitzt eine überragende Menschenkenntnis. Ich bin eher der Perfektionist auf dem Fußballplatz. Wir ergänzen uns hervorragend.

Nach dem Wahnsinns-Auftakt gab es aus den letzten fünf Partien nur einen Sieg. Ist der Mannschaft in Richtung Winterpause die Kraft ausgegangen?

Wir haben schon gemerkt, dass uns am Ende die Frische gefehlt hat, auch im Kopf. Von den angesprochenen Partien hätten wir aber bis auf das Feldmoching-Spiel alle gewinnen können. Uns hat teilweise das nötige Spielglück gefehlt, wir hatten aber auch Pech mit Schiedsrichterentscheidungen. Jede Mannschaft macht mal so eine Phase durch, siehe Kirchheim in der letzten Saison mit meinem Kumpel Steven Toy. Wir sind jetzt einfach froh, dass Winterpause ist und die Jungs auch mal abschalten können, obwohl die mehr Bock hätten, noch weiterzuspielen. 

„Es geht weder um TV-Gelder, noch um Jobs“

Bei ihrer Mannschaft fällt auf, dass die Tore auf unglaublich viele Schultern verteilt sind. Ein Vorteil?

Definitiv ja. Bei Kammerberg zum Beispiel sind die Tore fast ausschließlich auf Robin Streit und Sebastian Waas verteilt. Bei uns gibt es sieben Spieler, die sich toremäßig im Bereich vier bis acht bewegen. Da brauche ich mir nicht so viele Sorgen machen, falls einer mal ausfällt.

Werden sie im Winter noch einmal nachrüsten, um bestens vorbereitet in die Rückrunde zu gehen? 

Wir schauen uns nach einem Sechser um. Aber nicht, weil wir Tabellenführer sind. Das hätten wir auch als Tabellenachter getan. Wir sind auf dieser Position einfach sehr dünn besetzt. Maximilian Völke, der auf dieser Position fest eingeplant war, haben wir in die Innenverteidigung zurückgezogen. Das macht er brutal gut. Ein neuer Spieler muss aber auch finanziell ins Budget passen. In Eching kann man nicht mit Geld um sich schmeißen. Wir sind also nicht in der Lage, im Winter plötzlich vier Granaten zu verpflichten.

Haben sie Angst, dass ihre Mannschaft mit dem Druck eines Tabellenführers in der letzten Saisonphase nicht klarkommt? 

Die Jungs haben unfassbar viel Bock und wissen um ihre Chance. Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, andere Mannschaften haben mehr investiert. Wir sind im dritten Jahr unseres fünfjährigen Konzepts. Wären wir im sechsten, hätten wir Druck. Am Ende ist es auch nur Bezirksliga. Es geht weder um TV-Gelder, noch um Jobs, die im Hintergrund dranhängen. Also gehen wir es „easy“ an.

Quelle: Merkur.de

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