Handball in Krisenzeiten  

Training allein zuhause

Auf dem Spielfeld haben sich die Handballer des SC Unterpfaffenhofens schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen.

Auch die Handballer des SC Unterpfaffenhofen können derzeit wegen der Corona-Krise nicht zusammen trainieren. Das muss nun jeder für sich daheim machen. 

Germering – Einer wie Helmut Schreiner liebt Handball und er lebt für diesen rasanten Sport. Und gerade deswegen passt auch dieser Satz des Handball-Abteilungsleiters des SC Unterpfaffenhofens: „Es ist jedem bewusst, dass in Zeiten wie diesen, der Sport zur Nebensache wird und es derzeit gilt, andere Prioritäten zu setzen.“ Diese Prioritäten sind der Schutz und die Gesundheit der Mitmenschen, die auch für die Ausübung des Sports wichtig sind. „Wir wünschen allen Fans, Freunden, Interessierten und allen anderen viel Gesundheit und Kraft, diese Zeit möglichst unbeschadet überwinden zu können“, sagt Schreiner. Natürlich verbindet er damit den Wunsch, „dass der Alltag bald wieder einkehrt“.

Auch deshalb, weil man wie viele Vereine wissen möchte, wie es weiter geht und was aus der Saison wird. „Ich hoffe, dass die Verbände eine gute Regelung für die weitere Vorgehensweise zum Spielbetrieb finden werden“, sagt Trainer Chris Dück.

Allerdings herrscht eine gewisse Ratlosigkeit, die den sich täglich ändernden Fakten und Szenarien geschuldet ist. „Es macht keinen Sinn, darüber zu spekulieren, ob, wann und wie wir weiterspielen“, erklärt Schreiner. Er jedenfalls könne sich nicht vorstellen, dass Ende April wieder gespielt werden könne. Allerdings geht Schreiner davon aus, dass sich der Bayerische Handball-Verband bis spätestens zum Ende der Osterferien äußern wird. „So lange die Lage sich nicht komplett zum Positiven wendet, machen Diskussionen sowieso wenig Sinn“, betont Schreiner.

Der SCU-Chefcoach ist derweil beschäftigt, sein Team bei Laune zu halten. „Die Kommunikation innerhalb der Mannschaft, Trainer und Spieler läuft aber ausschließlich über digitale Medien“, erklärt Dück. Um aber trotzdem den Teamgeist zu dokumentieren, hat man eine Collage zusammengestellt, die darstellen soll, wie Handball im Home-Office geht – mit Hometraining-Workouts.

Natürlich diskutiert man im Unterpfaffenhofener Lager auch darüber, dass man in der Handball-Landesliga einen guten Lauf hatte. „Es gab Anlass zur Hoffnung, die Saison positiv beenden zu können“, kommentiert Schreiner den achten Platz, auf dem der SCU gewertet wird. „Man hatte das Gefühl, dass die jungen Spieler die Landesliga angenommen haben“, so Schreiner auf Nachfrage des Tagblatts.

Hatten die Unterpfaffenhofener im ersten Schwung der Aufstiegseuphorie noch ein paar respektable Ergebnisse erzielen können, folgten eher ernüchternde Ergebnisse. Erst mit dem Pflichtsieg Mitte Dezember 2019 gegen das Schlusslicht Gundelfingen wendete sich das Blatt, stabilisierten sich Formkurve und Ergebnisse.

Quelle: Merkur.de

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