Negativschwingungen beim FCP vor Topspiel

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Blick zurück: Im Hinspiel gewannen Arthur Kubica & Co. gegen Pullach mit 1:0.

FC Pipinsried - Topspiel in der Bayernliga. Der Tabellenerste aus Pullach (69 Punkte/28 Spiele) empfängt am Samstag um 15 Uhr den Verfolger aus Pipinsried (62/27) zum Spitzenspiel in der Gruppe Süd. Vor dem Duell gibt es allerdings sowohl beim FCP-Präsidenten als auch beim Coach einige Negativschwingungen.

 Eigentlich ist alles angerichtet für das absolute Topspiel in der Bayernliga Süd. „Viele Fans haben angekündigt, mit nach Pullach zu fahren“, freut sich FCP-Präsident Konrad Höß. Doch laut FCP-Chef haben die Gäste, vorsichtig formuliert, nicht die besten Karten beim aktuellen Tabellenführer: „Gegen diese Mannschaft haben wir null Chance.“

Ob Höß damit die eigenen Reihen nur etwas anstacheln will oder ob dies tatsächlich seine ehrliche Meinung vor dem Schlager ist, bleibt sein Geheimnis. Unter der Woche wurden die Pullacher beim 2:0-Auswärtssieg in Raisting von Georg Schmid aus Riedenzhofen und Präsidentengattin Kathi Höß persönlich unter die Lupe genommen. „Die haben mir da so einiges Positives über die Mannschaft berichtet“, erklärt Höß, der sich zusammen mit FCP-Spielertrainer Tobias Strobl das Spiel zwischen dem TSV Rain und dem TSV Schwabmünchen angeschaut hat. Rain gewann durch einen Doppelpack von Torjäger Sebastian Kinzel mit 2:1.

„Die Pullacher haben eine sehr gute Mannschaft, gerade in der Defensive sind sie bärenstark“, so Höß. Mit nur 19 Gegentreffern stellen die Pullacher in der Bayernliga Süd die beste Abwehrreihe. Zum Vergleich: Der FC Pipinsried hat bereits 31 Gegentore hinnehmen müssen. Auch FCP-Spielertrainer Tobias Strobl lobt die Pullacher Defensive: „Das ist eine sehr kompakte Mannschaft, die über extrem große taktische Disziplin verfügt. Wenn die mal ein Tor schießen, dann wird es ganz schwer für den Gegner.“

Noch haben die Pipinsrieder, bei einem Spiel weniger auf dem Konto, sieben Punkte Rückstand auf den SV Pullach. Doch selbst im Falle einer Niederlage ist für Höß noch Strobl das Meisterschaftsrennen noch nicht entschieden. „Das ist noch kein Alles-oder-Nichts-Spiel“, so Höß. Auch Strobl meint: „Im Fußball kann alles so schnell gehen. Natürlich wären zehn Punkte Rückstand schon ein sehr dickes Brett, aber endgültig entschieden wäre auch dann noch nichts.“

Und dann ist da ja auch noch der TSV Rain, der bei gleicher Spielanzahl nur zwei Zähler Rückstand auf die Gelb-Blauen aufweist. Höß warnt vor der bösen Überraschung: „Mir schwant da gar nichts Gutes. Wenn wir nicht aufpassen, dann beenden wir die laufende Saison auf diesem undankbaren dritten Platz und stehen mit leeren Händen da.“

Wie seine Mannschaft in Pullach etwas holen will, davon hat FCP-Coach Tobias Strobl eine ganz klare Vorstellung: „Wir wissen, was wir können. Natürlich ist der SV Pullach der Favorit, aber wir wollen den Bock umstoßen und in Pullach den Dreier holen. Wir müssen einfach schauen, dass wir nicht nur reagieren, sondern aktiv am Spiel teilnehmen. Es gilt, die Pullacher zu bespielen. Gerade darin sehe ich unsere Chance. Sie haben eine großgewachsene Verteidigung, da haben unsere flinken Offensivleute durchaus Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen.“

Doch da ist ja auch noch der Pullacher Top-Torjäger Orhan Akkurt. Mit inzwischen 30 Treffern weist der SVP-Angreifer nur noch drei Tore Rückstand auf den Führenden der Torschützenparade, Sebastian Kinzel aus Rain, auf. „So einen Top-Stürmer wie Akkurt dürfen wir natürlich nicht einfach außer acht lassen. Wir werden uns auf jeden Fall etwas überlegen, um seine Qualitäten nicht zur Geltung kommen zu lassen.“

Wer den Sonderbewacher spielen wird, lässt Strobl noch offen. Personell kann der FCP-Coach auf alle Spieler bis auf Christian Adrianowytsch zurückgreifen. Fraglich ist lediglich der Einsatz von Serge Yohoua. „Wir haben wieder einmal die Qual der Wahl, für uns wird das nicht einfach“, so Strobl.

Allerdings sind sowohl Konrad Höß als auch Strobl unzufrieden mit der Einstellung einiger Spieler. „Ich habe den Eindruck, einige wollen gar nicht in der Regionalliga spielen. Da werde ich im Sommer gnadenlos ausmisten“, so Höß. Und auch Strobl sagt: „Man hat das Gefühl, ein paar Spieler haben vergessen, was sie hier in Pipinsried haben. Aber wir werden daraus unsere Schlüsse ziehen und dann wird man sehen. Allerdings haben wir auch schon viele positive Gespräche geführt.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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