Handball

Falken fallen zurück in alte Muster

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Jugend trifft auf Erfahrung: Nicolas Aust (r.) gelangen gegen Brucks Routiniers vier Tore. 

Die Handballer des TSV Gilching mussten mal wieder einen Rückschlag verkraften. Die Falken ließen sich beim TuS Fürstenfeldbruck mit 18:29 förmlich aus der Halle schießen.

GilchingKlaus Schmid begann an seinen Spielern zu verzweifeln. Der Gilchinger Trainer war konsterniert, als sich seine Handballer gegen Fürstenfeldbrucks alte Garde ohne ernsthafte Gegenwehr ergab und sich mit 18:29 (9:13) aus der Halle schießen ließ. „Ich hätte meine Mitspieler in der Luft zerrissen“, erklärte der Coach, dass er sich in jungen Jahren eine solche Demütigung nicht hätte bieten lassen. Seine Akteure ertrugen die Demütigung dagegen mit großer Gelassenheit. Von gegenseitigen Schuldzuweisungen waren die Falken so weit entfernt wie die Erde von der Sonne.

Nach zwei Siegen in Serie verpassten es die Gilchinger, sich mit einem Erfolg bei der dritten Garnitur des TuS Fürstenfeldbruck erst einmal häuslich in der vorderen Tabellenhälfte der Bezirksoberliga einzurichten. „Wir fallen immer wieder in alte Muster zurück“, bemängelte Schmid den fehlenden Willen seines Teams, für eine entschiedene Kurskorrektur in dieser Saison zu sorgen.

Obwohl der Trainer sein Ensemble bestens für die Aufgabe präpariert hatte, hielten sich seine Akteure nicht an die Vorgaben. In der Defensive fehlte die Entschlossenheit, um jeden Ball zu kämpfen. Die Brucker erwischten die meisten Rebounds und nutzten sie häufig zu Toren. „So gewinnen wir keinen Blumentopf“, ärgerte sich der Übungsleiter.

Wenig zu holen gab es auch im Angriff mit jeweils neun Treffern pro Halbzeit. Schmid hatte seinem Team eingeschärft, die 6-0-Abwehr des Gegners mit schnellem Spiel in Bewegung zu bringen. Vermeiden sollte es vor allem Würfe aus der Zentrale, wo die Brucker um Andreas Krauß einen imponierenden Mittelblock versammelt hatten. Die Gilchinger machten dann gerade das Gegenteil davon.

Zwar versuchte Schmid, sie wieder auf die rechte Bahn zu leiten, aber er musste erkennen, dass die Falken stur wie ein Esel sind. „Wir machen das schon immer so“, kommentierten sie seine Kritik. Am Ende verbannte Schmid seine erfahrenen Spieler bis auf Jonas Biechteler auf die Bank und gewährte den A-Junioren reichlich Spielpraxis. Bei den Youngstern besteht wenigstens noch die Hoffnung, dass sie die Vorstellungen verinnerlichen, die Schmid vom Spiel des TSV Gilching hat.  

Torschützen: Aust 4, Biechteler 4, Skember 4/1, Kögel 3/2, Lechner 2, Stöckl 1

Quelle: Merkur.de

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