Handball

Gilchinger Falken bleiben eine Heimmacht

+
Trotz Grippe treffsicher: Toni Skember (r.) gelangen im Derby gegen Herrsching sechs Feldtore.

Die Handballer des TSV Gilching bleiben eine Heimmacht. Auch im Derby gegen den TSV Herrsching II blieben die Falken in eigener Halle unbesiegt.

GilchingDie 200 Zuschauer, die zum Derby in die Gilchinger Rathaushalle strömten, mussten ihr Kommen nicht bereuen. „So kann man Handball spielen“, sagte Klaus Schmid, der die Vorstellung seiner Mannschaft gegen die zweite Garnitur des TSV Herrsching genoss. Der Trainer des Gastgebers konnte einen 28:22 (16:13)-Erfolg gegen den Rivalen vom Ammersee bejubeln, mit dem sein Team seine komfortable Mittelfeldposition in der Bezirksoberliga festigte. Düster sieht es dagegen weiterhin für die Landesliga-Reserve aus, die nach wie vor mit mageren zwei Punkten das Tabellenende ziert und so langsam der Bezirksliga entgegentaumelt.

Der am Ende klare Sieg der Falken war auch ihrer Einstellung geschuldet. Obwohl Jonas Bichteler kurzfristig erkrankt war, Toni Skember trotz Grippe auflief und die A-Jugendlichen schon am Nachmittag gegen den SV Bruckmühl kräftig gefordert wurden, ließen sich die Hausherren nicht hängen. „Sie kämpfen“, lobte Schmid die Moral seines Ensembles, das erneut unter Beweis stellte, dass es in der eigenen Halle eine Macht ist.

Der Ranglistensiebte übernahm von Anfang an die Initiative und erwirtschaftete sich eine knappe Führung. Die Herrschinger blieben zwar dran, dezimierten sich durch überflüssige Fouls jedoch selbst. Bereits nach zehn Minuten musste Stefan Bergmeister vom Feld, weil er Benjamin Lechner bei einem Gegenstoß foulte. So schwächte sich der Abstiegskandidat selbst. „Damit haben sie ihren torgefährlichsten Mann verloren“, wusste auch Schmid. Die Junioren Elias Engelhard, der insgesamt auf acht Treffer kam, und Gian-Luca Postoy (1) reichten nicht aus, um ihr Team im Rennen zu halten. Zur Halbzeit lagen die Hausherren schon mit drei Toren vorne.

Dass die Gäste nach dem Seitenwechsel die Wende nicht erzwingen konnten, lag auch an Peter Vogel. Der Gilchinger Torhüter sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Herrschinger auf Distanz blieben. „Er hat überragend gehalten“, lobte Schmid seinen Keeper. Neben ihm hatte der Coach mit Luca Wagner noch eine andere Waffe. Der Jugendspieler übernahm in der zweiten Hälfte den Part des Kreisläufers, weshalb der Trainer Sebastian Mende in den schwach besetzten Rückraum beordern konnte. „Das war der Königszug“, lobte sich Schmid für seine Rochade, die seinem Team weitere Treffer bescherte. Aber auch die anderen Nachwuchskräfte Raffael Kögel und Nicolas Aust lieferten trotz der Belastung am Nachmittag eine engagierte Vorstellung ab. „Der eine oder andere kam nach dem Spiel auf dem Zahnfleisch daher“, sagte Schmid.  

Torschützen TSV Gilching: Lechner 8/3, Skember 6, Mende 5, Stöckl 4, Wagner 2, Kögel 1, Laumer 1, Aust 1.

Torschützen TSV Herrsching II: E. Engelhard 8, Vielhaber 3, Spranger 2, Bergmeister 2, Meier 2, Geiger 2, Postoy 1, A. Engelhard 1, Schöttner 1/1

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Kommentare