Purschke-Nachfolge endlich geregelt

Glänzt Dinkelbach auch in Bogen als torgefährlicher Verteidiger?

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Christoph Dinkelbach glänzte zuletzt in seiner neuen Rolle als rechter Verteidiger.

SV Pullach - Das schlechteste Heimteam, die Mannschaft mit den wenigsten geschossenen Toren (20 in 22 Partien): Auf den ersten Blick wirkt der TSV Bogen, Tabellen-15. der Bayernliga Süd, und am Samstag Gastgeber von Spitzenreiter SV Pullach, nicht besonders furchteinflößend.

Doch wenn man etwas genauer hinsieht, entpuppen sich die Niederbayern zumindest nicht als Kanonenfutter, sondern eher als unangenehmer Kontrahent. So unterlagen sie in ihren jüngsten beiden Begegnungen den Aufstiegskandidaten FC Unterföhring und FC Pipinsried (diese Partie fand noch im November statt) jeweils nur knapp mit 0:1.

Ein Tor pro Spiel ist für Bogen ohnehin fast Standard: Sechs 0:1-Niederlagen stehen drei 1:0-Siege gegenüber. Dazu kommen noch vier 1:1-Unentschieden, unter anderem im Hinspiel an der Gistlstraße. „Wir wissen, was uns erwartet. Bogen ist eine zweikampfstarke, defensiv kompakte Mannschaft, die viel Laufarbeit und Einsatz zeigt“, geht SVP-Coach Frank Schmöller davon aus, dass sein Team da ein ganz dickes Brett bohren muss. „Wir wissen aber auch, dass wir Lösungen dafür haben. Nur müssen wir die Aufgabe annehmen und zu hundert Prozent Paroli bieten.“

Denn nach dem 5:1 aus der Vorwoche gegen Landsberg wollen die Raben unbedingt nachlegen und ihre Spitzenposition festigen. Zumal in diesem Spiel wohl endlich auch eine Lösung für das spezielle Problem der nach Steffen Purschkes Karriereende verwaisten rechten Defensivseite gefunden wurde. Christoph Dinkelbach glänzte als Verteidiger mit Tordrang, traf zweimal. Dabei musste Schmöller dem etatmäßigen Mittelfeldantreiber die neue Rolle erst schmackhaft machen: „Natürlich haben wir ein Einzelgespräch geführt, weil ich weiß, dass der Christoph im Mittelfeld gerne auch offensiv denkt. Aber, bevor er nach Pullach kam, hat er bei der U23 von 1860 Innenverteidiger gespielt, insofern hat er das Spielverständnis für die Viererkette. Dass er die Rolle offensiv so gut ausgefüllt hat, hat mich sehr gefreut.“ Und so wird Dinkelbach vermutlich sogar freiwillig noch eine Weile von hinten heraus agieren. „Seine zwei Tore haben mir schon die Argumentation etwas erleichtert“, sagt Schmöller.

Der Trainer will seinen Akteuren eben nicht unbedingt Aufgaben gegen ihren Willen aufs Auge drücken. Aber normalerweise lassen sich seine Pläne ja einvernehmlich umsetzen, wie er mit einem leichten Schmunzeln erzählt: „Wenn ich hundertprozentig von etwas überzeugt bin, gelingt es mir meistens, auch den Spieler zu überzeugen.“ Während diese Baustelle also behoben ist, tut sich in der Offensive eine andere auf: Tim Sulmer bekam gegen Landsberg einen Schlag aufs Knie, Innenbanddehnung lautet die Diagnose. „Er wird auf keinen Fall dabei sein“, so Schmöller, der auch auf Jan Penic, ebenfalls wegen einer Knieblessur, verzichten muss. Das in der Vorwoche so rührige Sturmduo mit Sulmer und Lukas Dotzler ist somit gesprengt: „Das heißt aber nicht automatisch, dass ich die Grundausrichtung ändere. Wir haben auch da Optionen und werden eine Lösung finden“, will Schmöller möglicherweise trotzdem an der neuen Variante mit zwei Angreifern festhalten.  

SV Pullach: Hofmann – Dinkelbach, Leugner, Benede, Meißner, Bauer, Hutterer, Häfele, Beierkuhnkein, Roth, Dotzler

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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