Fußball

„Glaube, dass ich hier was bewegen kann“

+
Guter Fang: Stolz präsentiert Wölfe-Abteilungsleiter Thomas Metz (re.) den künftigen Coach Guido Herberth.

Wolfratshausen - Guido Herberth wird zur neuen Saison Trainer des TSV Wolfratshausen – und das auch im Falle des Abstiegs in die B-Klasse.

Bekannt war, dass der TSV Wolfratshausen einen Trainer für seine Fußballer sucht. Überraschend ist die Lösung, die Abteilungsleiter Thomas Metz jetzt präsentierte: Guido Herberth heißt der Mann, der ab dem 1. Juli das Amt bei den Wölfen übernimmt. „Wir sind nach langem Suchen fündig geworden“, atmete Metz erleichtert auf. Derzeit trainiert das Interimstrio Hans Wiedner/Günther Burger/Stephan Berger die Truppe.

Der Übungsleiter-Posten beim Traditionsverein TSV war einmal sehr begehrt. Ein ehemaliger Nationalspieler – Willy Simetsreiter – coachte die Wölfe schon, später mit Klaus Brand und Bernd Santl auch zwei ehemalige Profis. Das änderte sich mit dem fortwährenden sportlichen Niedergang – der frühere Landesligist kämpft derzeit gegen den Abstieg in die B-Klasse. Dennoch übernimmt mit Guido Herberth ab Sommer ein Mann das Kommando, der durchaus schon einige prominente Stationen in seiner 15 Jahre währenden Trainervita stehen hat. Der Geretsrieder, zu seiner aktiven Zeit ein torgefährlicher Stürmer, arbeitete unter anderem beim FC Bayern München (gemeinsam mit Mehmet Scholl) und der SpVgg Unterhaching in deren Nachwuchsabteilungen. Dazu kommen Jobs im Seniorenbereich bei seinem Heimatverein FF Geretsried, beim BCF Wolfratshausen II, beim TSV Königsdorf und derzeit beim FC Penzberg. Mit dem führt er souverän die Tabelle der Kreisklasse 3 an. Trotzdem muss er seinen Stuhl am Ende der Saison für den ehemaligen BCF-Coach Andreas Brunner räumen (wir berichteten). Über die Gründe möchte Herberth „nichts sagen“.

Warum er ausgerechnet bei den kriselnden Wölfen – Herberth kommt auch im Falle des nicht unwahrscheinlichen Abstiegs – anheuert? „Ich glaube, dass ich hier schon etwas bewegen kann“, sagt der 52-Jährige. „Wir haben langfristig geplant bis zum Jahr 2019. In diesem Jahr feiern die Wölfe ihr 100-jähriges Bestehen, und da wollen wir nicht mehr unbedingt in der Hammelklasse herumkicken.“ Aber auch Herberth hat trotz all seiner Erfahrung keine Patentlösung zur Hand, wie er den Verein aus dem sportlichen Tal führen will. Der Trainer betont aber: „Ich mache den Job bei den Wölfen nicht wegen der Kohle. Ich bin Trainer aus Leidenschaft und arbeite gerne mit jungen Leuten.“ Heinz Richter

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Marinovic: "Ich will mit Haching den Aufstieg schaffen"
Marinovic: "Ich will mit Haching den Aufstieg schaffen"
Schlottner: "Nordkorea ist Geheimfavorit"
Schlottner: "Nordkorea ist Geheimfavorit"
Ärger bei Wacker: "Wolf schwebt über dem Verein"
Ärger bei Wacker: "Wolf schwebt über dem Verein"
Sieghart über seinen Nationalmannschafts-Wunsch: "Titel sind mein Ansporn"
Sieghart über seinen Nationalmannschafts-Wunsch: "Titel sind mein Ansporn"

Kommentare