Gräfelfing schaltet rechtzeitig zurück

- Der SV Ohlstadt schafft ein 1:1 beim Tabellenzweiten und hat damit den Klassenerhalt aus eigener Kraft gesichert. Martin Raffeiner verwandelt erneut einen wichtigen Elfmeter sicher.

Gräfelfing -Überschwängliche Freude sieht ganz anders aus. Vielmehr war es die Erleichterung über das erreichte Klassenziel, welche die Fußballer des SV Ohlstadt nach dem Schlusspfiff im Mittelkreis darnieder sacken ließ. Der Nervenkrimi fand endlich ein Ende. Einen Zähler hatten sie noch gebraucht, um den Verbleib in der Bezirksliga aus eigener Kraft sicherzustellen. Und diesen einen Punkt erkämpften sie sich auch -durch ein etwas glückliches 1:1 beim Tabellenzweiten Gräfelfing. Auch den Würmtalern reichte dieses Unentschieden, um Verfolger Geretsried auf Distanz zu halten und in die Relegation zur Bezirksoberliga zu gehen.

Wie wichtig der Punkt am Samstagnachmittag aus Ohlstädter Sicht war, zeigt der Blick auf die Ergebnisse der Kontrahenten im Kampf knapp über dem Abstiegsstrich in der Tabelle. Puchheim schaffte den Sieg in Aubing, Aich triumphierte in Garmisch-Partenkirchen. Das heißt: Bei einer Niederlage hätte die Mannschaft von Trainer Thomas Simmeth in ein Entscheidungsspiel gegen Puchheim müssen.

Doch so kam es nicht. Vielversprechend begann die Partie für die Gäste allerdings nicht. Nach nur zehn Minuten unterlief Torhüter Andreas Fromback in seinem Abschiedsspiel ein folgenschwerer Fauxpas. Er hätte bei der Hereingabe von Michael Fischer nur sicher zupacken müssen. Stattdessen lenkte Frombeck den Ball vor die Beine von Phillip Hörnig, der mit dem Anvisieren des leeren Gehäuses freilich kein Problem mehr hatte.

Glück hatten die Ohlstädter nur wenige Minuten später. Da durfte Darko Mustac einmal mehr unbedrängt vom linken Flügel flanken. Die Präzision der Hereingabe war jedoch besser als der Kopfball von Florian Janisch, der am Lattenkreuz einschlug.

Der SVO hatte dagegen nur eine halbe Möglichkeit: Ein abgefälschter Schuss von Michael Waldherr wurde im letzten Moment geklärt.

Es fehlte vor allem an geistiger Frische bei den Spielern des SV Ohlstadt -jedenfalls in der Anfangsphase. Oft standen sie viel zu weit weg von ihren Gegnern. Das sah auch Libero Florian Walser so, der nach einer Viertelstunde mittels verbaler Schimpftirade seine Mitstreiter aufzuwecken versuchte. Für Walser selbst war die Partie Mitte der ersten Hälfte gelaufen. Nach einem Kopfballduell kam der Abwehrchef derart unglücklich auf, dass er mit Verdacht auf Zehenbruch ausschied. "So etwas kann nur dem Flo passieren", kommentierte Simmeth in der allgemeinen Erleichterung nach dem Spiel die Szene. Für Walser kam Leonhard Geiger, der eine ordentliche Partie lieferte. Markus Müller rückte auf die Position des letzten Mannes.

Und dann kurz vor der Pause die Erlösung für den SVO: Josef Reißl schickte mit einem herrlichen Pass Bruder Michael auf die Reise, der von Michael Musche im Strafraum unsanft von den Beinen geholt wurde -Elfmeter. Martin Raffeiner trat an und verwandelte sicher -wie schon gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen.

Für die Aufzählung der Torszenen in Hälfte zwei bedurfte es keiner Hand mehr. Gräfelfing war mit dem Punkt zufrieden und schaltete merklich zurück. Das freute Simmeth: "Die hätten schon nochmal zulegen können. Aber sie haben sich Gott sei Dank für die Relegation geschont. Wir haben wieder einmal zu umständlich agiert. Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden." Der SV Ohlstadt bleibt in der Bezirksliga Süd.

Quelle: Merkur.de

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