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Verlierer-Tränen haben keine Chance: Endlich wieder Turnen in Grafings Sporthalle

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Ein Kind springt beim Turnen auf die Matte.
Kontrollierter Sprung und Landung: Auch Antonia Lankus vom TSV Grafing war beim ersten Gauwettkampf in der Jahnhalle im Einsatz. © Rossmann

Erster Gauwettkampf nach Corona des TSV Grafing - Sportler und Richter müssen sich erst einmal wieder an alles gewöhnen.

Grafing – Auf diesen Moment, als sich die Türen zur Grafinger Jahnsporthalle öffneten und den Blick auf die vorbereitete Wettkampffläche freigaben, hatten die mehr als 100 angereisten Nachwuchsturnerinnen fast drei Jahre lang warten müssen. „Für die meisten Turnmädels war es sogar der erste Wettkampf ihres Lebens“, erklärte Lena Schmidt-Bäse. Auch die Abteilungsleiterin Turnen des TSV Grafing und Organisatorin des ersten Geräteturn-Wettkampfs „seit Corona“ im Turngau Wendelstein (Landkreise Ebersberg, Erding, Rosenheim), fieberte mit dem sichtlich aufgeregten Nachwuchs dem großen Comeback entgegen.

Geturnt wurde klassisch und an allen olympischen Geräten: Sprung, Reck, Balken und Boden. „Vergessene Übungen oder das Runterfallen vom Balken gehörte aber natürlich dazu. Deshalb war es ja auch ein Einstiegswettkampf“, erläuterte Schmidt-Bäse.

Kein Frust und keine Verlierertränen - Auch die Richter sind aus der Übung

Ein Kind turnt auf dem Balken.
Sicherer Balanceakt auf dem Balken: Pauline Reichert vom SV Anzing. © Rossmann

Neben den aktiven Teilnehmerinnen aus den F-, E-, und D-Jugendabteilungen (Jahrgang 2011 und jünger) der Vereine TSV Egmating, SV DJK Kolbermoor, TSV Grafing, TSV Dorfen, SV Anzing, TSV Zorneding und FC Forstern mussten sich auch die KampfrichterInnen anfangs noch an ihre alte Wettkampfform herantasten. „Da auch sie seit 2019 nicht mehr gewertet haben, mussten sie ihre Augen erstmals wieder schulen“, freute sich Schmidt-Bäse, dass dieser besondere Aufgalopp für alle Beteiligten verletzungsfrei und am Verkaufsstand restefrei über die Bühne ging.

Die abschließende Siegerehrung wurde von einer Aufführung der Turngruppe „Kinder in Bewegung“ eingeleitet und ließ keine Athletin die Jahnsporthalle mit leeren Händen verlassen. Während die drei Podestplätze der einzelnen Altersgruppen persönlich mit Pokal und Urkunde geehrt wurden, ist es laut Lena Schmidt-Bäse gerade auf den nachfolgenden Plätzen bei den fünf-, sechsjährigen Vorschulkindern besonders wichtig, Frust oder „Verlierer-Tränen“ vorzubeugen. „Sie bekamen eine Urkunde mit ihrer Punktzahl und auch eine Medaille, sodass alle mit etwas um den Hals fröhlich nach Hause gehen konnten.“

Endlich wieder alle Wettkampfhallen geöffnet

Aus Vereinssicht war der ausrichtende TSV Grafing besonders stolz auf den ersten Platz von Milena Weiße in der E-Jugend. „Milena konnte ihre Übungen ohne große Fehler durchturnen und viele Punkte an allen Geräten sammeln“, freute sich Abteilungsleiterin Schmidt-Bäse ebenso über das Siegerlächeln bei zwei Egmatinger Turnerinnen. Katharina Forster gewann mit 9,00 Punkten Vorsprung in der F-Jugend und Kim Ramos veredelte in der D-Jugend vor Nahla Hnich und Marlene Kirschbauer sogar einen Egmatinger Dreifacherfolg.

Auf diese gelungene Auftaktveranstaltung folgt bereits am kommenden Samstag, 21. Mai, bei der Gau-Turnmeisterschaft in Erding, die nächste Gelegenheit für die Turn-Talente, ihr Können an allen olympischen Geräten zu beweisen. Die Wettkampfhallen sind endlich wieder geöffnet.

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