Haching in Erfurt ohne jede Chance

Hachings Tim Jerat verliert dieses Kopfballduell.

Unterhaching - Dem Jubel über den ersten Rückrunden-Sieg am Wochenende folgte die Ernüchterung und die zweite Niederlage des Jahres. Die SpVgg Unterhaching verlor das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt mit 0:4 und präsentierte sich dabei über 90 Minuten so gut wie chancenlos.

Da durfte Haching noch hoffen: Darius Kampa pariert einen Elfmeter von Erfurts Kapitän Zedi. Fotos (2) Picture Point

Heimspiele der Thüringer - vor der Partie Fünfter der Tabelle - sind in dieser Saison zum Zuschauermagneten geworden. Kein Wunder, die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt verbuchten in der laufenden Spielzeit in zehn Partien im eigenen Stadion acht Siege und verloren nur einmal. Dabei kassierten sie nur sieben Gegentreffer, die zweitbeste Bilanz nach Spitzenreiter Eintracht Braunschweig. So machten sich auch gestern rund 5700 Fans auf den Weg ins Steigerwaldstadion - so viele, dass die Partie wegen des großen Andrangs an den Kassen mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde.
Und die Zuschauer wurden wieder einmal nicht enttäuscht. Die Erfurter hatten auch die Partie gegen die SpVgg klar im Griff und unterstrichen mit dem neunten Heimsieg ihre Ambitionen, noch um den Aufstieg mitzuspielen. Die Gäste aus Unterhaching waren mit dem temporeichen und zielstrebigen Offensivspiel überfordert und lagen schon zur Pause 0:2 zurück. Dabei hatten sie sogar noch Glück, dass Zedi bereits in der 10. Minute einen Foulelfmeter vergab. SpVgg-Keeper Darius Kampa parierte den Strafstoß, den Roman Tyce durch ein Foul an Semmer verschuldet hatte.

Die Hausherren ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und just die beiden Beteiligten beim Elfmeter kümmerten sich in der 33. Minute um Wiedergutmachung. Semmers Flanke von der linken Seite nickte Zedi unbedrängt zum 1:0 ein. Eine verdiente Führung, die noch vor der Pause ausgebaut wurde. Auch in der 42. Minute setzte sich Semmer links energisch durch und vollendete diesmal selbst mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel zum 2:0.

Die Hachinger verbuchten durch Valonis Kadrijaj, wie erwartet einzige Spitze, nur zwei halbwegs gefährliche Aktionen. In der 26. Minute schoss er übers Tor, in der 40. verpasste er nach einem Erfurter Abwehrpatzer nur knapp den Ball. In Gefahr befanden sich die Gastgeber ansonsten aber nie. Auch nicht im zweiten Abschnitt, in dem sie sofort wieder die Initiative übernahmen. Mit Abdenour Amachaibou brachte Trainer Klaus Augenthaler zwar früh einen zweiten Angreifer, doch in der Offensive blieb die SpVgg mangels Ideen ungefährlich.

Dafür schlug Erfurt noch einmal zu. Reichwein wurde in Strafraumnähe nicht attackiert und konnte aus 18 Metern abziehen. Sein Schuss flatterte unhaltbar zum 3:0 ins Tor. Dass nichts Zählbares für die SpVgg mehr herausspringen würde, war da längst klar.

Immerhin eine nennenswerte Aktion gab es noch in der Offensive. Leandro fand bei seinem Schuss aus 20 Metern aber in Torwart Orlishausen seinen Meister. Den Schlusspunkt setzten die Gastgeber. Reichwein erzielte vier Minuten vor Schluss mit einem Freistoß aus 20 Metern, der von der Hachinger Mauer abgefälscht wurde, das 4:0.

Quelle: fussball-vorort.de

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