SpVgg rennt vergeblich an

Haching fehlt gegen Wehen Wiesbaden "nur eine Nuance"

Der Stress des Trainers: Haching-Coach Claus Schromm bei der Niederlage vom Samstag. Foto: Brouczek

Die SpVgg Unterhaching stolpert weiter ins neue Fußball-Jahr. Im Heimspiel gegen den Tabellen-Dritten SV Wehen Wiesbaden kassierten die Hachinger mit dem 0:1 schon die zweite Niederlage gegen ein Spitzenteam der Dritten Liga.

Es war nur ein kleiner Unterschied zwischen den Kontrahenten am Samstag im Sportpark, aber der war am Ende entscheidend: Die Gäste aus Hessen nutzten eine ihrer wenigen Chancen zum entscheidenden Treffer, die SpVgg mühte sich vergeblich. „Einen Tick cleverer“ fand Unterhachings Präsident Manfred Schwabl den souverän auftretenden Tabellen-Dritten, „aber es hat nur eine Nuance gefehlt. Ich denke, dass wir von so einem Spitzenteam nicht weit weg sind. Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen.“

Das einzige Tor des Tages fiel dann auch noch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit segelte noch einmal eine Flanke in den Hachinger Strafraum, Innenverteidiger Christoph Greger verlor das Kopfballduell gegen Brandstetter, der nickte zum 0:1 ein. „Wehen macht aus einer halben Chance ein Tor, das ist echt bitter“, fand SpVgg-Kapitän Ulrich Taffertshofer. Stürmer Stefan Schimmer, der den verletzten Torjäger Stephan Hain ersetzte, sagte: „Mit dem Halbzeitpfiff ein Tor zu fangen, ist wirklich blöd. So viele Chancen haben wir ja nicht zugelassen. Schwer unter Druck geraten sind wir im ganzen Spiel nicht.“ Und Trainer Claus Schromm wertete das 0:1 nach einer „mäßigen Anfangsphase, aber einer ab der 15. Minute ausgeglichenen ersten Halbzeit“ als „Schlag ins Gesicht“.

Wehen machte den Hachingern vor allem mit gnadenlosem Pressing das Leben schwer, die Gastgeber fanden kaum in den Spielaufbau. Dafür ließen die Gäste in der Offensive aber auch die gewohnte Zielstrebigkeit vermissen, mit der sie die zweitmeisten Tore der Liga erzielt haben. Haching machte dummerweise nichts daraus, trotz einiger Chancen. Schimmers Volleyschuss nach 25 Minuten, der am Tor vorbeistrich, war einige der wenigen Torszenen der ersten Halbzeit, ein Schuss von Taffertshofer aus 16 Metern über den Kasten (42.) schon die beste Chance. Ein Remis zur Pause wäre dennoch ein gerechtes Ergebnis gewesen.

Nach dem Wechsel boten sich den Hausherren nicht viele, dafür aber einige gute Möglichkeiten zum Ausgleich, die das Engagement im zweiten Abschnitt belohnt hätten. Doch Thomas Steinherr brachte, fein freigespielt, den Ball nicht unter Kontrolle (65.), Max Dombrowka zimmerte einen Schuss aus 17 Metern knapp vorbei (72.), schließlich klärte Ruprecht nach einem Kopfball von Dominik Stahl knapp vor der Linie (84.). „Einen Punkt hätten wir mindestens verdient gehabt“, fand Taffertshofer, „in der zweiten Halbzeit haben wir komplett gedrückt.“

Auch Cheftrainer Claus Schromm war nach der zweiten Pleite milde gestimmt: „In der zweiten Halbzeit können wir uns nicht viel vorwerfen. Wir haben alles reingeschmissen und hatten auch die ein oder andere Chance. Aber diesmal sollte es wohl nicht sein.“ Und mitten im Jubel nach dem Schlusspfiff gab auch Sieg-Torschütze Simon Brandstetter zu: „Das war ein dreckiger Sieg. Aber eben ein Sieg.“

Quelle: fussball-vorort.de

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