Haching: Imposante erste Hälfte reicht nicht

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F: Leifer

Eine Halbzeit lang spielte die SpVgg Unterhaching die Hauptrolle im Wildparkstadion, das reichte zum Auftakt der Rückrunde in der der 3. Liga allerdings nicht. Das erste Spiel des Jahres ging beim Karlsruher SC mit 1:3 verloren.

Zwar fielen die entscheidenden Tore zum 2:1 und 3:1 erst kurz vor dem Ende bzw. in der Nachspielzeit, doch die Gastgeber belohnten sich damit für einen starken Auftritt im zweiten Durchgang. Das musste schließlich auch SpVgg-Trainer Claus Schromm eingestehen: „Am Ende war’s für die Karlsruher schon verdient, die haben in der zweiten Halbzeit wirklich einen brutalen Druck entwickelt. Wir haben es nicht mehr geschafft, den Ball zu kontrollieren, wenn wir ihn mal bekommen haben. Offensiv hatten wir nur noch zwei, drei Aktionen.“

KSC-Kollege Alois Schwartz kritisierte seine Elf für die ersten 45 Minuten, fand die drei Punkte für sein zu Hause in dieser Saison weiter ungeschlagenes Team aber ebenso berechtigt: „Vor der Pause waren wir nicht mutig genug und viel zu passiv. Aufgrund der zweiten Hälfte haben wir den Sieg aber verdient.“ Im ersten Abschnitt konnte Schromm mit seiner auf drei Positionen veränderten Mannschaft, in der Dominik Stahl kurzfristig wegen einer Grippe passen musste, zufrieden sein. Stephan Hain zwang KSC-Keeper Uphoff schon nach zwölf Minuten mit einem Kopfball zu einer ersten Parade. Zwar kamen die Gastgeber in der 20. Minute mit der ersten Chance zur Führung, als Wanitzek mit seinem 16-Meter-Schuss den Pfosten traf und Schleusener den Nachschuss nutzte. In der Folge übernahmen die Hachinger aber wieder die Initiative. Thomas Steinherr zielte aus spitzem Winkel nur knapp drüber (29.), zwei Minuten später glich Orestis Kiomourtzoglou mit seinem ersten Saisontor nach Ecke von Sascha Bigalke aus. Es war der erste Gegentreffer für die Badener nach 585 Minuten.

„Wir sind mit dem ersten Schuss aufs Tor in Rückstand geraten“, so Schromm, „sind aber ruhig geblieben und haben das Spiel kontrolliert. In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft.“ Das reichte nicht zu einem Punkt, weil die Gastgeber im zweiten Durchgang mächtig Druck entwickelten. Der frühere Hachinger Anton Fink traf in der 51. Minute mit einem Lupfer schon die Latte, Wanitzeks Volley-Nachschuss parierte Korbinian Müller. Zwei Möglichkeiten der SpVgg durch Steinherr (55.) und Finn Porath (70.) sorgten zwischenzeitlich nur kurz für Entlastung. Das 2:1 durch Mehlem in der 86. Minute fiel spät, war aber eine logische Konsequenz der Karlsruher Überlegenheit. „Das Tor wäre irgendwann wahrscheinlich eh gefallen“, gestand Schromm.

Das 3:1 in der Nachspielzeit durch Muslija fiel nach einem Konter und nicht mehr ins Gewicht. Auftakt also missglückt, dennoch war Schromm nicht gänzlich unzufrieden: „Enttäuscht ist man immer, wenn man verliert. Aber wir wollten das spielerisch seriös angehen und solide bei Ballbesitz arbeiten, dafür war es schon eine imposante erste Halbzeit.“ Bei Thomas Steinherr, der in der 78. Minute nach einer Rettungsaktion verletzt ausgewechselt werden musste, gab es gestern Entwarnung. „Er ist in die Bande gerauscht, hat ein kleines HWS davongetragen“, berichtete Schromm, „das ist aber nichts Dramatisches.“ Zur Heimpremiere im neuen Jahr empfängt die SpVgg am Samstag den Tabellen- Dritten Wehen-Wiesbaden.

Quelle: fussball-vorort.de

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