Haching liefert brav Weihnachtsgeschenke ab

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Ausgerutscht und 0:4 abgewatscht – hier Hachings Benjamin Schwarz (r.).

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching kassiert beim 0:4 (0:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden im letzten Auswärtsspiel des Jahres die bis dato höchste Saisonniederlage.

Rund um die Brita-Arena des SV Wehen-Wiesbaden herrschte eine vorweihnachtliche Stimmung. Von den Ballkindern und Vereinsmitarbeiterinnen in Nikolausmützen, 20 dekorierten Tannenbäumen auf der Tribüne und über die Stadionlautsprecher laut klingenden Weihnachtslieder war an der Berliner Straße in Wiesbaden alles für das letzte Heimspiel des SVWW in diesem Jahr festlich vorbereitet. Die größten Weihnachtsgeschenke lieferte die SpVgg Unterhaching ab, die bei den Hessen mit 0:4 verlor (0:1).

„Es ist zu einfach, wie wir den Gegner die Tore schießen lassen. Man darf so nicht unter die Räder kommen“, schnaubte nach dem Spiel Hachings Kapitän Mario Erb.

Bei der SpVgg herrschte im Vergleich zu den Gastgebern alles andere als festliche Weihnachtsstimmung. Ein „doofes Wochenende“, so wie es SpVgg-Cheftrainer Christian Ziege bezeichnete, hatte bei den hessischen Weihnachtsmännern sein Ende gefunden. Bereits zwei Tage vor der höchsten Hachinger Saisonniederlage musste Ziege zwei Hiobsbotschaften hinnehmen. Am Freitag hatte sich Markus Schwabl eine Grippe eingefangen. Zu allem Überdruss fiel auch noch sein Vertreter Josef Welzmüller aus, der sich im Training eine Knöchelverletzung zuzog.

Also musste die SpVgg in der hessischen Landeshauptstadt improvisieren. Im Vergleich zu den Vorwochen funktionierte auf dem Platz nicht viel. Vor allem in der Offensive fand die mehr Ballbesitz verbuchende SpVgg gerade in der ersten Hälfte kein Durchkommen gegen die tiefstehenden Hausherren. „Es gibt so Tage, wo die Jungs es nicht hinbekommen. Das liegt an der Erfahrung“, sagte Ziege, der mit Dominik Widemann und Simon Ollert zeitweise zwei A-Jugendspieler auf dem Feld hatte.

Haching kam in der ersten Hälfte nur auf zwei Torchancen durch Andreas Voglsammer bekam. Einmal scheiterte Hachings unermüdlich kämpfender Stürmer an Wiesbadens Torwart Markus Kolke (5.) und einmal zielte der 22-Jährige weit über das Tor (15.). Auf der Gegenseite konnte sich Haching bei seinem Torwart Michael Zetterer bedanken, der mehrfach den Rückstand verhinderte. Erst in der 40. Minute musste sich Hachings Schlussmann geschlagen geben. Nachdem Nils-Ole Book zum 1:0 einköpfte (40.), fischte er vor der weihnachtlich geschmückten Tribüne den Ball wutentbrannt aus dem Netz.

Nach dem Seitenwechsel folgte eine kleine Vorentscheidung in der 47. Minute. Book passte steil auf Luca Schnellbacher, der vor den Augen der passiv mitgelaufenen Hachingern das 2:0 erzielte (47.). Nachdem ein grober Schnitzer von Hachings Benjamin Schwarz von der Heimelf nicht ausgenutzt wurde (53.), wäre Schwarz im Gegenzug fast der Anschluss gelungen. Doch der Routinier zielte aus guter Position drüber (54.). Im Anschluss lief die Partie jetzt zunehmend in eine Richtung. Und zwar aufs Gäste-Tor, denn zu naiv agierten die Rot-Blauen im Angriffsspiel und liefen nach Fehlpässen laut Linksverteidiger Fabian Götze in „gefühlt 100 Konter“ rein. Die Kontertore von Kevin Schindler (85.) und Sebastian Mrowca (88.) besiegelten die Pleite. Ziege, der mit seinem Team der Abstiegszone wieder um zwei Punkte näher gekommen ist, reagierte dennoch gelassen. „Wir werden daran nicht zerbrechen.“

Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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