Haching muss die Emotionen mitnehmen

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In Dresden erwartet die SpVgg Unterhaching eine eindrucksvolle Kulisse.

SpVgg Unterhaching - Vor dem Spiel bei Dynamo Dresden am Samstag (14 Uhr) ist bei der SpVgg Unterhaching die Stimmung nach dem kleinen Aufschwung bestens, der Glaube an den Klassenerhalt lebt. Einen Ausrutscher darf man sich aber auf der Zielgeraden nicht mehr erlauben.

Auf der Homepage der SpVgg Unterhaching zählt ein Countdown die Zeit bis zum nächsten Spiel herunter. 1 Tag, 1 Stunde, 1 Minute und 1 Sekunde waren es gestern kurz vor 13 Uhr bis zum Anpfiff des Spiels bei Dynamo Dresden am Samstag um 14 Uhr. Ein anderer Countdown tickt ebenfalls unerbitterlich: Der bis zum Saisonende. Noch 15 Tage, 2 Stunden, 16 Minuten, 1 Sekunde plus Nachspielzeit beim finalen Match der laufenden Spielzeit in Erfurt sind es. Es wird der letzte Abpfiff einer schwierigen Saison für die Hachinger – womöglich auch der Abpfiff für Drittliga-Fußball in Unterhaching. Noch ist der Abstiegskampf spannend. Klar aber: Weitere Punktverluste kann sich die SpVgg eigentlich nicht mehr leisten.

Obwohl die Spieler nach wie vor Optimismus vorleben, liegen sie falsch, wenn sie behaupten, den Klassenerhalt noch in der eigenen Hand zu haben. Ein Punkt Rückstand zum rettenden Ufer ist aufzuholen, es wird wahrscheinlich auf einen Zweikampf mit dem FSV Mainz 05 II hinauslaufen, wer am Ende über dem Strich jubelt und wer einen Platz darunter in tiefe Depression versinkt. Auf jeden Fall ist man im Sportpark auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

Noch sind neun Punkte zu vergeben, drei beim vorletzten Auswärtsspiel der Saison in Dresden. „Die Emotionen mitnehmen“, hat Cheftrainer Claus Schromm gefordert, nachdem seine Mannschaft zuletzt im Aufwind schien. Zwei Siege in Serie, der für die Moral so wichtige Punkt gegen Cottbus nach zweimaligem Rückstand, unter der Woche der Einzug ins bayerische Pokalfiale. Der habe „fürs Selbstvertrauen was gebracht“, meint Schromm, „das glaube ich auf jeden Fall.“ Das Wort „unglaublich“ machte am Dienstag die Runde, wie sich die Hachinger trotz aufbäumendem Gegner zurückkämpften und gewannen. Auch der Coach bemühte die Vokabel diesmal: „Wir haben den Hebel wieder umgelegt und nach dem Ausgleich wieder nach vorne gespielt. Mit Erfolg.“

In Dresden, wo es ein Wiedersehen mit den Ex-Hachingern Quirin Moll und Michael Hefele gibt, wäre es gut, nicht in die Verlegenheit zu kommen, den Hebel erst wieder umlegen zu müssen, sondern gleich den richtigen Gang zu finden. Nicht einfach, weiß man bei der SpVgg: „Dresden hat eine gute individuelle Qualität“, sagt Schromm, „vor allem beim Thema Standards wird das gefährlich.“ Mit neuem Selbstbewusstein sollten Rückschläge aber zu vermeiden sein – die Uhr tickt.

In der jüngeren Vergangenheit war Dynamo übrigens kaum erfolgreicher als die SpVgg: Die Sachsen holten aus den letzten zehn Partien neun Punkte, Haching acht. Und: Zu Hause schossen die Dresdner in 17 Spielen erst 19 Tore, das ist der schlechteste Wert der Liga.

SpVgg Unterhaching: Ruml – Schwabl, Welzmüller, Erb, Hagn – Thiel, Schwarz – Hufnagel, Abelski, Redondo – Köpke.

Das Spiel ist live im TVzu sehen bei MDR 3.

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Quelle: fussball-vorort.de

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