Haching ist raus aus dem Aufstiegsrennen

+
Die Einsamkeit des Verlierers: Yasin Yilmaz gestern nach dem 1:3 der SpVgg Unterhaching gegen die Gäste aus Halle.

SpVgg Unterhaching - Mit der zweiten Niederlage in Folge hat sich die SpVgg Unterhaching aus dem Kampf um die Aufstiegsplätze in der Dritten Liga verabschiedet. Gegen Abstiegskandidat Hallescher FC verloren die Hachinger gestern nach einer 1:0-Führung noch verdient mit 1:3.

Durch die vierte Heimniederlage wuchs der Rückstand auf den dritten Platz auf acht Punkte an. „Wir sind todtraurig, dass wir nach einer Führung dieses Spiel noch verloren haben“, sagte Cheftrainer Claus Schromm. Zwei Spiele, null Punkte – „wir müssen uns jetzt wieder bewusst machen, was uns in der Vorrunde stark gemacht hat.“

Führung war ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Sören Storks

Der Auftritt gestern vor (offiziell) 2400 Zuschauern war über weite Strecken lahm, die Führung zudem ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Sören Storks. Die spannenden Momente in einer schwachen ersten Halbzeit spielten sich innerhalb von nur zwei Minuten ab. Neuzugang Benjamin Kauffmann zog in der 15. Minute ab und verfehlte das Tor der Gäste nur knapp. Eine Minute später schoss Tobias Schweinsteiger nach einer Hereingabe von Markus Schwabl über den Kasten. Im Gegenzug hatte Halle die beste Chance der ersten 45 Minuten, Furuholm verzog allerdings. Die nächste nennenswerte Aktion war schon im zweiten Durchgang ein angebliches Foul an Stephan Thee im Strafraum, das der Referee mit Elfmeter ahndete (57.). Schweinsteiger verwandelte souverän zum 1:0. Es war in seinem ersten Spiel in der Startelf nach seiner Rückkehr zur SpVgg das erste Tor des 30-Jährigen. Vier Minuten später hatte Thee, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stefan Riederer neuer Kapitän der Hachinger ist, die große Chance zum 2:0. Aus spitzem Winkel schoss er ans Außennetz, statt den Ball quer in die Mitte zu passen. „Hätten wir das 2:0 nachgelegt, wäre das Spiel gegessen gewesen“, ärgerte sich Schromm. So kam es allerdings ganz anders.

Statt der Hausherren übernahmen die bisher in dieser Saison so offensivschwachen Gäste das Kommando und nutzen die teilweise eklatanten Abstimmungsprobleme der Unterhachinger gnadenlos aus. Ein Kopfball von Hartmann strich noch am Tor vorbei (69.), in der 71. Minute erzielte Furuholm nach Flanke des Ex-Löwen Björn Ziegenbein das verdiente 1:1.

Es kam aber noch schlimmer für die Gastgeber. Pichinot brachte Halle aus kurzer Distanz in Führung (79.), wenige Minuten vor dem Ende erhöhte Ruprecht per Elfmeter sogar auf 3:1. Auch dieser Pfiff von Storks wegen Handspiels von Markus Schwabl war allerdings mehr als fragwürdig. „Nach dem Gegentor haben wir Charakter gezeigt“, resümierte HFC-Trainer Sven Köhler, „auch wenn immer ein Quäntchen Glück dazugehört, ein Spiel zu drehen.“

Claus Schromm gab offen „Probleme“ in seinem Team zu: „Die Fehler der Mitspieler auszumerzen, haben wir heute nicht geschafft. Das müssen wir dringend verbessern. Man muss heute aber auch sagen, dass der Gegner qualitativ stark verbessert war. Das ist mit dem Halle der Vorrunde nicht mehr vergleichbar.“

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“

Kommentare