Haching mit dem Rücken zur Wand

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Wird das Heimspiel gegen Münster das letzte in Liga drei?

SpVgg Unterhaching - Showdown, erster Teil im Keller der 3. Liga. Schon am morgigen Samstag könnte der Abstieg der SpVgg Unterhaching in die Regionalliga besiegelt sein. Selbst ein Sieg gegen Preußen Münster würde die Aussichten nicht mehr verbessern, sofern die Konkurrenz nicht patzt.

Rein theoretisch könnte es auch den Tabellen-16. Hansa Rostock noch erwischen, höchstwahrscheinlich bleibt es aber bei einem Dreikampf, wer noch den Klassenerhalt schafft. Zwei von drei Klubs steigen ab, einer ist am Ende der lachende Dritte. Mit einem Rückstand von zwei Zählern auf den FSV Mainz 05 II (38 Punkte) auf Rang 17 und dem um sechs Treffer schlechteren Torverhältnis gegenüber der punktgleichen Reserve von Borussia Dortmund auf Rang 18 hat Unterhaching derzeit die schlechtesten Chancen auf ein Happy End.

Klar ist: Die SpVgg steht schon am vorletzten Spieltag als Absteiger fest, wenn gegen Münster kein Sieg gelingt und Mainz zeitgleich in Halle gewinnt. Sollte Haching verlieren, würde Mainz höchstwahrscheinlich schon ein Punkt reichen, um vor der SpVgg zu bleiben, die Tordifferenz wäre nur noch rein theoretisch aufzuholen. Sogar ein Sieg am Samstag würde den Hachingern wohl nur dann helfen, wenn Mainz verliert, die Entscheidung wäre dann auf nächste Woche vertagt. Nebenbei muss aber auch noch Dortmund II an den beiden letzten Spieltagen einen Punkt weniger holen als die SpVgg.

Rechenspiele, die mit einer ganz einfachen Erklärung deutlicher gemacht werden: Unterhaching steht mit dem Rücken zur Wand und muss sich auf eine kleine theoretische Chance verlassen, doch noch den Absturz zu verhindern. Der Abstieg wäre übrigens ein durchaus historisches Ereignis: Zum ersten Mal seit 1981, also seit 34 Jahren, würde die SpVgg in die Viertklassigkeit abrutschen. Damals gelang der Aufstieg aus der Landes- in die Bayernliga, damals noch die dritthöchste Liga im deutschen Fußball. Eine noch tragischere Randnotiz wäre dann, wenn am Mittwoch ein Sieg im Toto-Cup-Finale gegen Bayernligist Weiden gelänge. Haching würde womöglich sportlich absteigen, mit dem Erreichen der ersten DFB-Pokal-Runde aber dennoch einen seltenen Erfolg feiern und fixe Einnahmen generieren.

Immerhin scheint in der aktuellen Drittliga-Situation der schwere Rückschlag vom vergangenen Wochenende abgehakt. Das 1:5 in Dresden war auch durch die vielen Gegentore der womöglich vorentscheidende Schritt abwärts. „Die leichte Depression, die danach herrschte, ist wieder weg“, versicherte Trainer Claus Schromm gestern und sagte auch, was ihn vor den beiden letzten Spieltagen noch optimistisch stimmt: „Das Training heute. Das hat mir alles gut gefallen. Die Spieler haben wieder gezeigt, welche Qualität sie auf den Platz bringen können.“ Dass die Dresden-Pleite so deutlich ausfiel, habe auch sein Gutes gehabt: „Lieber verliere ich mal richtig“, so Schromm, „es gab nichts zu diskutieren über hätte oder wäre oder den Schiedsrichter. Es war klar, was da passiert ist: Wir haben nicht das gemacht, was wir in den Wochen vorher richtig gemacht hatten.“

Die Hachinger sollten es morgen (Anstoß bereits um 13.30 Uhr) wieder richtiger machen – obwohl es schon zu spät sein könnte.

Quelle: fussball-vorort.de

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