BFV-Pokal

Haching schmeißt die Tormaschine an

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Dicht gedrängt standen die Fans gestern Abend am alten 06er-Platz am Spielfeldrand. Auf diesem Platz hat als Kind und Jugendlicher übrigens Franz Beckenbauer vor seinem Wechsel zum FC Bayern gespielt.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching erreicht durch einen souveränen 7:0 (4:0)-Sieg beim Bezirksligisten SpVgg Haidhausen das Viertelfinale des bayerischen Pokals.

Die SpVgg gab sich in der Partie vor 500 Zuschauern in der Münchner Sankt-Martin-Straße keine Blöße. Bereits nach wenigen Minuten war die Spannung raus aus dem Spiel. Eine Überraschung des Underdogs aus München wurde von den Rot-Blauen schnell zunichte gemacht. Nach einem Steilpass lief Hachings Dominic Reisner auf das Tor der Heimelf zu und traf nach exakt 28 Sekunden zum 1:0.

Nachdem die Hausherren den ersten Schuss auf das von Maximilian Hehn gehütete Hachinger Tor losgelassen hatte (7.), kam von den Haidhausnern kaum mehr etwas nach vorne. Und das hatte seinen Grund: Denn nach dem frühen 2:0 durch Orestis Kiomourtzoglou (12.) schwächte sich der Bezirksligist selbst. Ein Einsteigen von Toni Rauch gegen Sebastian Koch ahndete der Schiedsrichter wegen groben Foulspiels sehr streng mit der roten Karte. „Das ist vollkommen überzogen“, schimpfte Ex-Haching-Jugendtrainer Helmut Volz, Trainer der Gastgeber, nicht ganz zu Unrecht in Richtung des Unparteiischen. Die Luft war nun durch die Unterzahl des Außenseiters endgültig draußen. Der mit vielen Reservisten angetretene Regionalligist zog ein lockeres Trainingsspiel gegen den Außenseiter auf. Nachdem Ulrich Taffertshofer (20.) und Kiomourtzoglou (25.) bei Abschlüssen noch gescheitert waren, folgten die nächsten unglücklichen Aktionen für die Heimelf. Einen strammen Flachschuss lenkte Haidhausens Florian Hippke ins eigene Tor zum 3:0 (36.). Kurz darauf köpfte Haidhausens Jürgen Dörfler an die Latte (40.). Und Hachings Reisner erhöhte zu allem Unglück der Heimelf noch vor dem Pausenpfiff auf 4:0 (44.). Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel der SpVgg lange Zeit zu fahrig. Größere Torchancen blieben zunächst Mangelware.

Erst nach einer knappen Viertelstunde lief dann erst wieder die Tormaschinerie an. Reisner erhöhte mit seinem dritten Treffer auf 5:0 (59.). Im Anschluss konnte sich der eingewechselte Nicolas Hinterseer noch einmal auszeichnen. Der Hachinger Sommer-Neuzugang traf zunächst zum 6:0 (64.), bevor sich Haidhausens Dörfler nach einem wiederholten Foulspiel die gelb-rote Karte abholte (79.). Mit zwei Mann in Überzahl durfte Hinterseer in Folge dann noch einmal zuschlagen. Der Angreifer bekam den Ball von Dombrowka vom linken Flügel mustergültig aufgelegt und versenkte den Ball ins leere Tor zum 7:0 (83.).

Trotz der drückenden Überlegenheit mit zwei Mann Überzahl gelang der Mannschaft von SpVgg-Trainer Claus Schromm gegen den unglücklichen Bezirksligisten jedoch kein weiterer Treffer mehr.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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