Schwabl kündigt Sparkurs an

Haching schnallt den Gürtel noch enger

+
Kündigt einen nochmals verschärften Sparkurs an: Präsident Manfred Schwabl bei der Jahresversammlung der SpVgg Unterhaching.

Unterhaching - Sparen, sparen und noch einmal sparen. Die ist auch weiterhin das Motto der SpVgg Unterhaching. Das machte die Jahreshauptversammlungt des Vereins deutlich.

SpVgg-Präsident Manfred Schwabl kündigte bei der Mitgliederversammlung im VIP-Haus des Unterhachinger Sportparks einen verschärften Sparkurs an. „Wir haben die Personalkosten runtergefahren und es kann sein, dass wir sie im nächsten Jahr noch einmal runterfahren“, sagte Schwabl vor 85 anwesendenVereinsmitgliedern.

Alleine der Etat für den Spielbetrieb des abgelaufenen Geschäftsjahres von 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 soll von 1,3 Millionenweiter gesenkt werden. Von einem Betrag unter 900?000 Euro war die Rede. „Gäbe es eine Tabelle für die sparsamsten Klubs, wären wir da auf einem Aufstiegsplatz“, sagte Schatzmeister Robert Perchtold.

Der Drittligist liege laut dem Finanz-Experten weit unter dem Etat der Konkurrenz. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beziffert den Durchschnittsetat aller Drittligisten auf 3,5 Millionen Euro.

Finanziell drückt die SpVgg weiterhin der Schuh. Sowohl die TV-Rechte (ca. 213?000 Euro) sowie die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr drastisch zurückgegangen (um fast die Hälfte auf 190?000 Euro). Der Grund dafür liegt an der verpassten Qualifikation zur ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Zudem musste Schwabl eingestehen, dass man bei der Sponsorensuche erfolglos war. Viele Kleinsponsoren hätten die SpVgg verlassen. Die Einnahmen sind um stolze 400?000 Euro gesunken (von 1,5 auf 1,1 Millionen Euro). „Da stelle ich mich der Kritik“, sagt Vereinspräsident Manfred Schwabl.

Auf der Ausgaben-Seite sind einige Posten gestiegen. Die Geschäftsstelle, die in den vergangenen Jahren sukzessive abgebaut wurde, hat einen Mehraufwand von 22?000 Euro zu verbuchen. Und das, obwohl qualifizierte langjährige Mitarbeiter entlassen und teilweise durch jüngere Praktikanten und Aushilfen ersetzt wurden. „Wir haben extrem viele Altlasten gehabt. „Wir mussten uns von Mitarbeitern trennen“, räumte Perchtold ein, der neben Altverträgen noch von ausstehenden Steuer- und Sozialabgaben aus der Zeit vor dem aktuellen Präsidium sprach.

Verbindlichkeiten bei Banke wurden zwar vollständig getilgt (125?000 Euro). Auf der anderen Seite musste die SpVgg aber einräumen, dass einige Rechnungen noch nicht beglichen wurden. Bei Lieferanten und anderen Unternehmen stehe man jetzt mit 600?000 Euro in der Kreide (Vorjahr: 180?000 Euro).

Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Marinovic: "Ich will mit Haching den Aufstieg schaffen"
Marinovic: "Ich will mit Haching den Aufstieg schaffen"
Schlottner: "Nordkorea ist Geheimfavorit"
Schlottner: "Nordkorea ist Geheimfavorit"
Sieghart über seinen Nationalmannschafts-Wunsch: "Titel sind mein Ansporn"
Sieghart über seinen Nationalmannschafts-Wunsch: "Titel sind mein Ansporn"
Ärger bei Wacker: "Wolf schwebt über dem Verein"
Ärger bei Wacker: "Wolf schwebt über dem Verein"

Kommentare