SpVgg will zurück in die Erfolsspur

Haching stärkt gegen Jena die Defensive

Beim Training auf dem leicht mit Schnee bedeckten Kunstrasenplatz im Sportpark besprach am Freitag das Unterhachinger Trainerteam (v.l. die beiden Co-Trainer Sebastian Friedl, Steffen Galm und Cheftrainer Claus Schromm) die Taktik für das Spiel am Sonntag gegen Carl Zeiss Jena. Foto: Robert Gasser

Nach zwei Niederlage in Folge mit sechs Gegentoren will die SpVgg Unterhaching zu Hause wieder zurück in die Spur. Gegner im Sportpark ist am Sonntag (14 Uhr) der FC Carl Zeiss Jena. Ein Aufsteigerduell mit einem echten Hachinger Aufstiegshelden an der Seitenlinie.

Mark Zimmermann kehrt zurück an die Stätte seines größten Erfolges. Der 43-Jährige übernahm 2016 das Traineramt in Jena, wo er schon als Spieler die meiste Zeit seiner Karriere verbracht hatte. Insgesamt zehn Jahre kickte er für den Klub, absolvierte dabei 177 Spiele und erzielte 55 Tore. Zur SpVgg wechselte er 1998 aus Jena und gehörte 1999 zur Mannschaft, die den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Für die Hachinger kam Zimmermann allerdings nur auf 20 Einsätze und zwei Tore, neunmal spielte er in der Bundesliga für die Rot-Blauen. 2017 gelang ihm mit Carl Zeiss Jena der größte Coup als Trainer: Der Aufstieg in die Dritte Liga in zwei dramatischen Duellen mit Viktoria Köln (0:1 zuhause, 3:2 auswärts).

Als Tabellen-Zwölfter liegt Jena aktuell im Mittelfeld der Tabelle, hat aber nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Zudem sidn die Thüringer das schlechteste Auswärtsteam der Liga (nur ein Sieg, schon sechs Niederlagen, 6:15 Tore). Insofern ist die Favoritenrolle am Sonntag eindeutig auf Seiten der Hausherren. Zu viel auf den Gegner blicken möchte Unterhachings Cheftrainer Claus Schromm aber nicht. Nach den beiden Pleiten gegen Paderborn und in Aalen gab es eine Menge zu tun. „Wir müssen in erster Linie auf uns selbst schauen und unser Defensivverhalten nicht nur unter der Woche aufarbeiten, sondern auch im Spiel zeigen“, fordert er vor dem vorletzten Heimspiel des Jahres. „Zusätzlich wollen wir natürlich auch in der Offensive wieder unser altes Gesicht zeigen.“ Denn neben sechs Gegentoren verbuchte die SpVgg in 180 Minuten nur einen eigenen Treffer.

Gerade in der Defensive plagen die Hachinger am Wochenende allerdings einige Personalsorgen. Rechtsverteidiger Maximilian Bauer und Innenverteidiger Alexander Winkler verletzten sich diese Woche im Training und kehrten erst am Freitag auf den Platz zurück. Damit steht hinter zwei Stammkräften der Viererkette ein großes Fragezeichen. Dafür ist Thomas Steinherr wieder zurück im Mannschaftstraining und dürfte in die Startelf zurückkehren.

Nach dem Winter- und Kälteeinbruch und angesichts der Tatsache, dass „Telekom Sport“ mittlerweile alle Drittliga-Partien live überträgt, hofft man bei der SpVgg auf einigermaßen gefüllte Ränge im Sportpark. „Gerade in einer Phase wie jetzt, wo es mal nicht so läuft, spielt die Unterstützung der Fans natürlich eine große Rolle“, sagt Claus Schromm, „ich hoffe am Sonntag auf lautstarken Support.“

SpVgg Unterhaching: Müller – Nicu, Welzmüller, Greger, Dombrowka – Steinherr, Taffertshofer, Stahl, Hagn – Hain, Bigalke.

Quelle: fussball-vorort.de

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