Haching stürzt auf Rang 17 ab

+
Flug ins Nirgendwo: Stefan Marinovic kassiert gegen die Kickers zwei Gegentreffer.

SpVgg Unterhaching - Auch am 30. Spieltag der Dritten Liga war die SpVgg Unterhaching der Verlierer im Tabellenkeller. Ein spätes Tor zum 1:2 entschied das Heimspiel zu Gunsten der Stuttgarter Kickers. Hachings Vorsprung auf Abstiegsplatz 18 schrumpfte auf zwei Punkte.

Als im Sportpark abgepfiffen wurde, lag die SpVgg erstmals in dieser Saison sogar auf einem Abstiegsplatz. Erst der späte Ausgleich in Münster gegen den Mainz II brachte die Hachinger wieder über den Strich. Mit der Niederlage gegen die Kickers setzte sich der Negativtrend des Jahres 2015 fort. Aus den acht Spielen nach der Winterpause holte die SpVgg nur fünf Punkte. In vier Heimspielen gab es nur zwei Unentschieden, zuletzt drei Niederlagen in Serie. Platz 17 ist die bislang schlechteste Saisonplatzierung.

Gut, dass die Liga kommendes Wochenende Länderspielpause macht und sich Zeit zum Durchatmen bietet. „Wir haben jetzt zwei Wochen Pause und können uns in Ruhe auf das nächste Spiel vorbereiten“, sagte Stürmer Pascal Köpke, der mit seinem elften Saisontreffer für die Führung der Hausherren gesorgt hatte. Er machte einen schwer genickten Eindruck, während seine Kollegen wort- und grußlos in die Kabine schlichen. „Wir wissen, dass wir bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg spielen werden“, wiederholte der 19-Jährige den meistgesagten Satz des Jahres.

Als Köpke das 1:0 erzielte, waren gerade vier Minuten gespielt und alles schien auf einen befreienden Nachmittag hinzudeuten. Weil Stuttgarts Stein so kurz nach Anpfiff noch nicht im Bilde war, verlängerte Damian Gaska den Ball zu Köpke, der lupfte ihn aus 20 Metern über den zu weit vorgerückten Korbinian Müller ins Netz. Allerdings verflog der Jubel schon drei Minuten später. Auch die Hachinger Hintermannschaft war komplett unsortiert, Benjamin Schwarz’ verunglückten Befreiungsschlag schoss Baumgärtel flach zum 1:1 ins Tor. SpVgg-Keeper Stefan Marinovic, der heute zur neuseeländischen Nationalmannschaft fliegt, sah dabei nicht sehr gut aus.

Unter den wenigen Chancen auf beiden Seiten war vor allem eine erwähnenswert, und die hätte den Gastgebern die Führung bescheren müssen. Gaska lag nach einem Aussetzer von Müller plötzlich frei vor dem Kasten der Ball auf dem Fuß. Doch der junge Winter-Neuzugang aus Polen schoss im ersten Versuch den Keeper an, im Nachsetzen lenkte der zurückgeeilte Starostzik die Kugel am Tor vorbei (24.).

So kam es in der zweiten Halbzeit zum dicken Ende, nachdem die Kickers immer mehr die Initiative übernommen hatten. Steins Kopfball-Bogenlampe über Marinovic hinweg bedeutete in der 82. Minute den Siegtreffer für die Schwaben. Der Stuttgarter hatte sich im Luftduell scheinbar mühelos gegen den 1,90 Meter großen Sascha Herröder durchgesetzt. Zwei Minuten später fiel der eingewechselte Lucas Hufnagel noch im Strafraum über den ihm entgegenkommenden Torhüter der Kickers, der Elfmeterpfiff blieb aber zurecht aus.

„Wir müssen länger in Führung bleiben“, analysierte Pascal Kökpe nach der Partie, „in der zweiten Halbzeit haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis wir das 1:2 kassieren. Man sieht eben, dass die Kickers um den Aufstieg spielen.“ Stefan Marinovic befand zwar, „wir haben als Mannschaft richtig gut gespielt“, auch er musste aber zugeben: „Die zwei einzigen Fehler haben zu den gefährlichen Situationen geführt, die hat Stuttgart eiskalt ausgenutzt. Die letzten Wochen waren schon sehr hart für uns. Die Abstiegsplätze kommen langsam näher.“

Die Analyse von Trainer Christian Ziege war kurz und präzise: „Ich habe ja vorher schon gesagt, dass die Kickers fußballerisch die mit Abstand beste Mannschaft sind. Das haben sie uns heute eindrucksvoll gezeigt."

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Traum-Ergebnis! Hachinger Aufstieg zum Greifen nahe
Traum-Ergebnis! Hachinger Aufstieg zum Greifen nahe
Eching geht mit Vorteilen ins Relegations-Rückspiel
Eching geht mit Vorteilen ins Relegations-Rückspiel
Schwabl: "Die Chancen stehen 50:50"
Schwabl: "Die Chancen stehen 50:50"
Knecht ballert Jetzendorf weiter in Richtung Landesliga
Knecht ballert Jetzendorf weiter in Richtung Landesliga

Kommentare