Haching verlässt die Abstiegszone

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Mit zwei Treffern avancierte Lucas Hufnagel zum Matchwinner.

SpVgg Unterhaching - Nach dem Sieg gegen Rostock gelang der SpVgg Unterhaching gestern ein weiterer „Big Point“ im Abstiegskampf. Mit dem vierten Auswärtssieg der Saison haben die Hachinger die Abstiegsplätze wieder verlassen. Mann des Tages beim 3:1 beim VfB Stuttgart II war Lucas Hufnagel mit zwei Toren.

Im dritten Duell in Serie gegen einen Konkurrenten im Tabellenkeller gab die SpVgg ein weiteres Lebenszeichen und feierte einen verdienten Dreier. Nach dem 0:0 des FSV Mainz 05 II bei Schlusslicht Regensburg tauschte die SpVgg mit den Mainzern wieder die Plätze und liegt nun einen Punkt vor den Abstiegsplätzen. Beide haben nun auch das gleiche Torverhätnis, Haching allerdings den Vorteil der mehr erzielten Tore.

Lucas Hufnagel sorgte mit seinen Treffern zum 0:1 in der 36. Minuten und zum 0:2 zehn Minuten nach Wiederanpfiff für eine beruhigende Führung. Alon Abelski hatte zu beiden Toren die Vorarbeit geleistet. Hufnagel hatte sogar noch weitere Torchancen. „Er konnte es nach dem Spiel selbst noch nicht glauben, dass er zweimal richtig gestanden ist“, lachte der bestens gelaunte Trainer Claus Schromm. Vor dem Führungstreffer vergab der 21-Jährige bereits aus aussichtsreicher Position, kurz vor dem 0:2 scheiterte er an VfB-Torhüter Vlachodimos. Das dritte Hachinger Tor erzielte Kapitän Mario Erb in der 81. Minute, im Gegenzug kam Stuttgart zum Ehrentor.

Verdient war der wichtige Dreier allemal. Benjamin Schwarz hatte schon in der Anfangsphase mit einem Schuss für ein erstes Ausrufzeichen gesorgt. Die SpVgg übernahm nach einer verhaltenen Anfangsphase mehr und mehr die Initiative. Die VfBler kamen vor der Pause nur zu zwei guten Möglichkeiten. In der 29. Minute parierte Hachings Torhüter Felix Ruml, der an seinem 22.?Geburtstag ebenfalls ein tolles Spiel machte, kurz danach schoss Didavi aus 20 Metern am Tor vorbei.

Nach dem 0:2 wurde Stuttgart aktiver und gab die Partie noch nicht verloren. Nach 69 Minuten war erneut Ruml zu Stelle, drei Minuten später traf Eisele die Latte. In der Schlussphase verteidigte die SpVgg den Vorsprung souverän und feierte mit dem zweiten Sieg in Folge nach langer Durststrecke einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

„Ein verdienter Sieg“, freute sich Schromm, „wir hatten es vor dem Spiel ja wieder selbst in der Hand, mit einem Sieg die Abstiegsplätze zu verlassen, das wollten wir unbedingt nutzen.“ Für den Rest der Saison – vier Spieltage stehen noch aus – ist der Chefcoach weiter optimistisch und vermied gestern auch, warnend den Zeigefinger zu heben: „Ich warne die Jungs vor gar nichts. Wenn wir weiter so Fußball spielen, und das werden wir tun, werden wir sportlich die Liga halten. Davon bin ich felsenfest überzeugt.“

Sportlich ist die SpVgg damit wieder auf einem guten Weg und hat den Klassenerhalt selbst in der Hand. Offen bleibt, die Frage, ob der Verein die Lizenzauflagen erfüllen kann und auch vom DFB die Zulassung für die neue Spielzeit erhält. Auch da bleibt Schromm gelassen: „Die Situation mit der Lizenz ist für mich seit drei Jahren immer die gleiche. Ich habe vollstes Vertrauen, dass der Verein das stemmen wird.“

Quelle: fussball-vorort.de

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