Aber: Immer noch bester Aufsteiger

Haching wird zur Schießbude der Liga

Oje, schon wieder drei Gegentore: Bei Haching (hier Stephan Hain) läuft’s derzeit nicht. Foto: dpa

Der Höhenflug der SpVgg Unterhaching in der Dritten Liga ist endgültig gestoppt. Mit dem 1:3 beim VfR Aalen kassierte das Team von Trainer Claus Schromm am Samstag die zweite Niederlage in Folge und rutschte auf Tabellenplatz acht ab.

Zwei Spiele, null Punkte, 1:7 Tore. Das ist die Bilanz aus den beiden letzten Partien gegen Paderborn und Aalen, Tabellenplatz acht zudem die schlechteste Platzierung seit dem 8. Spieltag Mitte September. Nach 17 Spieltagen haben nur noch drei Teams der Liga mehr Gegentreffer kassiert als SpVgg (27). Soweit die negative Bilanz nach dem Wochenende. Klar ist natürlich auch: Der Abstand zu den Abstiegsplätzen, der für die Hachinger das Maß aller Dinge ist, hat sich nicht wesentlich verändert. Und man ist immer noch der beste Aufsteiger, dessen Ausbeute von 28 Punkten vor der Saison niemand erwartet hätte.

An den vielen Gegentoren allerdings machte Cheftrainer Claus Schromm am Samstag seine Kritik fest: „Wenn man so ein Defensivverhalten in der Dritten Liga an den Tag legt, dann geht man halt auch mal mit einem verdienten 0:2-Rückstand in die Halbzeitpause.“ Recht viel mehr vorwerfen konnte er seiner Mannschaft nicht, die defensiv zweimal zu zaghaft zu Werke ging und dafür zweimal eiskalt bestraft wurde. „Blöderweise waren die ersten beiden Chancen von Aalen gleich drin“, ärgerte sich auch Dominik Stahl, „wir haben davor zwei gute Chancen liegenlassen.“ Thomas Hagns Schuss in der Anfangsphase hatte VfR-Keeper Bernhardt mit einer Glanzparade entschärft, nach 20 Minuten Alexander Winkler einen Kopfball knapp am Tor der Hausherren vorbeigesetzt. Dann nahm Schnellbacher eine Kopfballverlängerung von Bär mit vollem Risiko und traf wie aus dem Nichts zum 0:1 (33.). Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Bär mit einem Abstauber sogar auf 0:2, blöd gelaufen.

Womit sich die SpVgg an diesem Nachmittag Pluspunkte verdiente, war die Moral. Schon kurz nach Wiederanpfiff traf Hagn nach einer Flanke von Sascha Bigalke den Ball nicht richtig, das hätte der Anschlusstreffer sein können. „Im zweiten Durchgang wurde es einen Tick besser“, fand Schromm, „unsere eigenen Chancen haben wir aber leider nicht genutzt. Auch nach dem 0:3 haben wir weiter nach vorne gespielt. Es spricht für die Truppe, dass sie das Unmögliche noch möglich machen wollte.“

Mit dem Treffer von Morys nach einer Stunde war die Partie vermeintlich entschieden, dem Vorwärtsdrang der Gäste tat es dennoch keinen Abbruch. Die SpVgg warf alles nach vorne, Stahls fulminanter Schuss in der Torwinkel kam in der 82. Minute aber etwas zu spät. Der eingewechselte Orestis Kiomourtzoglou hatte danach noch die Riesenmöglichkeit zum 2:3. „Wir haben alles versucht, nochmal ranzukommen und hätten es am Schluss auch fast noch geschafft“, sagte Stahl. „Wenn das 2:3 gefallen wäre, hätte es nochmal richtig gebrannt.“ Auch Aalens Coach Peter Vollmann gab nach dem Abpfiff zu: „Ich war am Ende ziemlich nervös. Nach dem dritten Treffer hat Haching alles auf eine Karte gesetzt und uns noch einmal richtig unter Druck gesetzt.“

Die Punkte blieben dennoch in Aalen, das damit den dritten Heimsige in Folge feierte. Hachings Auswärtsserie von vier Siegen mit 10:1 Toren fand ein jähes Ende. Nun gilt es, nach dem 0:4 gegen Spitzenreiter Paderborn vor einer Woche zu Hause zurück in die Spur zu finden. Nächster Gegner ist am Sonntag (14 Uhr) im Sportpark der Tabellen-Zwölfte Carl Zeiss Jena.

Quelle: fussball-vorort.de

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