Hachinger Heimsieg in Holzkirchen

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Hachings Kapitän Florian Bichler (r.) hat hier ausnahmsweise das Nachsehen.

SpVgg Unterhaching - Die Form stimmt bei der SpVgg Unterhaching. Einen Tag nach der knappen Niederlage beim Zweitligisten FC Ingolstadt gewann der Drittligist ein Testspiel beim...

SpVgg Unterhaching - Die Form stimmt bei der SpVgg Unterhaching. Einen Tag nach der knappen Niederlage beim Zweitligisten FC Ingolstadt gewann der Drittligist ein Testspiel beim TuS Holzkirchen mit 5:1.

Er hat das Spiel vor der Haustür genossen. „Es ist herrlich, hier zu stehen. Und das Ergebnis, 5:1, ist aus meiner Sicht ideal“, sagt Manfred Schwabl. Der Präsident der SpVgg Unterhaching ging am Mittwochabend zu Fuß zum Testspiel des Drittligisten, nachdem dieser in Schwabls Heimatort Holzkirchen vorstellig wurde. Dort hat der 48-Jährige auch mit dem Fußballspielen angefangen. Die Unterhachinger präsentierten sich ohne einige Leistungsträger ordentlich und gewannen gegen den Vize-Meister der Landesliga Südost souverän.

Die Tore für die Mannschaft von Trainer Christian Ziege erzielten Florian Bichler (10.), der die Kapitänsbinde trug, Tobias Killer (14.), Pascal Köpke (28.) und Marius Duhnke (50./76.). Für den TuS traf Seck Gueye nach 82 Minuten. „Für unsere jungen Burschen war es ein guter Test“, sagt Schwabl, neben dem auch andere Hachinger eine kürzere Anreise hatten als zum Heimspiel im Unterhachinger Sportpark. Torwart Michael Zetterer kommt aus dem Landkreis Miesbach (siehe Kasten unten), ebenso wie der neue Mannschaftsarzt der SpVgg, Dr. Thierry Murrisch. Er hat seine Praxis in der Gemeinde Schliersee und kennt die Spieler beider Vereine.

Bei Mike Probst war es umgekehrt. Der Trainer des TuS lebt und arbeitet in Unterhaching. Der 51-Jährige spielte von 1986 bis 1989 bei der SpVgg, der Test war somit auch für ihn ein besonderer. „Es werden zwar immer weniger, die ich von früher kenne, aber ein Spiel gegen Unterhaching ist für mich immer etwas richtig Schönes“, sagt Probst, der zudem seinem früheren Teamkollegen beim FC Bayern, Christian Ziege, begegnete (wir berichteten). Ärgern wollte Probst seinen ehemaligen Mitstreiter zwar schon, dass ein Sieg utopisch ist, war aber schnell klar. „Man hat gesehen, wer in der Dritten Liga und wer in der Landesliga spielt. Wir hatten kein großes Wunder erwartet.“

Wäre es soweit gekommen, wäre Schwabl nicht mehr lange auf dem Sportplatz gewesen. „Nach dem Spiel werden wir sicher noch ein Weißbier zwitschern, außer wir verlieren. Dann laufe ich gleich heim.“ Das hatte der Präsident im Interview angekündigt. Schnell heim musste er allerdings nicht – dank der Treffer von Bichler, Killer, Köpke und Duhnke (2).

Den nächsten Test bestreiten die Hachinger am Montag, 7. Juli, gegen den Bayernligisten FC Pipinsried. Saisonauftakt ist am 26. Juli, wobei dieser alles andere als vor der Haustür ist. Das erste Punkstpiel bestreiten die Hachinger bei Holstein Kiel.

Wenn der Nachbar vergeblich angreift

Eine kürzere Fahrt zu einem Auswärtsspiel hatte Michael Zetterer eigentlich nie. „Der Anfahrtsweg war nicht besonders weit, das stimmt“, sagt der Torwart der SpVgg Unterhaching. Zum Sportplatz in Holzkirchen fährt Zetterer etwa zehn Minuten – er lebt in der Nachbargemeinde Valley.

Ein besonderes Spiel war es für den Torhüter aus einem weiteren Grund: Er traf auf Florian Bacher, seinen Nachbarn. Der spielt beim TuS im Angriff und hätte Zetterer natürlich gerne ein Tor eingeschenkt. „Klar hätte ich gerne mal einen Schuss auf sein Tor losgelassen um zu sehen, was er kann“, sagte Bacher. Dazu kam es allerdings nicht, weil Bacher zu keiner Torchance kam. Immerhin: Es gab keine Wette vor dem Spiel, der Angreifer kam also glimpflich davon. „Wir haben vor dem Spiel miteinander gesprochen, aber eine Wette gab es nicht“, sagte Zetterer. „Ich hätte natürlich gerne einen Schuss von ihm gehalten, da es schon etwas Besonderes ist, gegen den Nachbarn Fußball zu spielen.“ Schließlich trafen die beiden zum ersten Mal aufeinander.

Die größte Chance der Holzkirchner hatte aber nicht Bacher, sondern Julian Allgeier, der frei vor Zetterer auftauchte und an diesem scheiterte. Nun, womöglich kommt es noch einmal zu einem Nachbarschaftsduell, in dem sich beide auszeichnen können. „Mal sehen, was er macht und was wir machen“, sagte Bacher. „Vielleicht klappt es, dass wir mal wieder in einem Test gegeneinander spielen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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