Hachings neue Qualität

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Auch mit mittlerweile 36 Jahren enorm torgefährlich: Kölns Stürmer Albert Bunjaku.  

Nächster Akt im Fernduell um den zweiten Tabellenplatz: Die SpVgg Unterhaching, aktuell Dritter in der Dritten Liga, könnte mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger Viktoria Köln am Samstag den FC Ingolstadt (spielt zu Hause gegen Uerdingen) überholen.

Unterhaching –  Der Rückstand beträgt einen Punkt. Dass die Hachinger als Favorit in das Heimspiel gegen den derzeit auf einem Abstiegsplatz liegenden Gegner gehen, steht außer Frage – auch wenn SpVgg-Trainer Claus Schromm das ganz anders sieht.

„Der Gegner hat trotz des Tabellenplatzes Qualität, wir werden den nötigen Respekt haben“, sagt Schromm und erinnert an das erste Duell in der Vorrunde: „Ich muss den Jungs nur ein paar Szenen aus dem Hinspiel zeigen, dann ist die Sache mit dem Favoriten gleich erledigt.“ In Köln gewann die SpVgg äußerst glücklich mit 2:0, die Tore fielen erst in der 63. und 69. durch einen schnellen Doppelpack von Moritz Heinrich und Sascha Bigalke. Es waren die ersten beiden Torchancen der Gäste bis dahin, die Hausherren eindeutig die bessere Mannschaft. „Wir waren damals mit dem Halbzeitstand von 0:0 sehr glücklich und haben am Ende einen dreckigen Dreier eingefahren“, erinnert sich Hachings Übungsleiter. Die Viktoria hatte etliche beste Chancen zur Führung ausgelassen.

Schlecht spielen und trotzdem gewinnen – darin allerdings ist die SpVgg mittlerweile auch routiniert. Der toll anzusehende Offensiv-Fußball klappt nur noch selten, dafür gelingt es der SpVgg immer wieder, auch bei großen Schwierigkeiten die entscheidenden Tore zu machen. Bestes Beispiel war das 1:0 im letzten Heimspiel gegen Uerdingen. Auch vor einer Woche in Rostock hatte Schromm „unglaublich viele Ballerverluste“ registriert, am Ende konnte sein Team dennoch ausgleichen und ein 1:1 als Punktgewinn verbuchen.

Die neue Qualität seines Teams: „Wir hadern nicht, wenn etwas nicht klappt, sondern stemmen uns gemeinsam dagegen. Diese Mentalität wollen wir beibehalten. Fehler passieren, aber die Mannschaft merzt sie auch gemeinsam wieder aus.“

Und letztlich kann sich Haching auf die Defensive verlassen. 25 Gegentore in 23 Partien sind nach wie vor der Spitzenwert in der Dritten Liga, zehn Zu-Null-Spiele ebenfalls. Hätte die SpVgg statt der zehn Unentschieden nur zwei Spiele mehr gewonnen, wäre sie heute schon zumindest punktgleich mit dem Tabellenführer.

Klar ist, dass die Defensive auch gegen Viktoria Köln am Samstag gefordert sein wird. Denn trotz des schlechten Tabellenplatzes 17 bieten die Gäste aus dem Rheinland eine kuriose Bilanz auf: Mit 41 Toren stellen sie die sechstbeste Offensive der Liga und haben in Routinier Albert Bunjaku (36) auch einen der treffsichersten Stürmer (mit 14 Toren aktuell auf Platz drei der Torjägerliste). 51 Gegentreffer sind allerdings der miserabelste Wert aller 20 Drittligisten.

Quelle: Merkur.de

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