Häfele denkt während Reha ans Aufhören

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Endlich wieder Muskelkater: Bernd Häfele (rot) hat seine wochenlange Verletzungspause überstanden und steht erneut in der Startelf.

SV Heimstetten - Seit seinem Wechsel hat Bernd Häfele in 33 Regionalligaspielen das Trikot des SV Heimstetten getragen. Nur in 33 Spielen, muss man sagen, denn immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Nun hat der 29-Jährige sein Comeback in der Startelf gefeiert.

Schon während des Spiels habe es in seinen Beinen gezwickt und gezwackt, das gibt Bernd Häfele offen zu. Und so war der Fußballer des SV Heimstetten nicht sonderlich überrascht, als er am Tag nach der Regionalligapartie gegen den FC Bayern II nicht alleine in seinem Bett aufwachte – sondern gemeinsam mit einem üblen Muskelkater. „Da kannst du vorher wochenlang trainieren – die Belastung im Spiel ist einfach eine andere“, sagt Häfele. „Deshalb ist es für mich so wichtig, dass ich jetzt Spielpraxis sammele.“

Beim 1:2 gegen die FCBReserve stand der Mittelfeldspieler erstmals seit August wieder in der Anfangself. Damals hatte er in der Partie gegen Würzburg einen Schlag aufs Knie bekommen, noch eine Woche auf die Zähne gebissen, doch dann ging nichts mehr. Fortan war Häfele zum Zuschauen verdammt – wieder mal. Schon in der Vorsaison hatte er wochenlang wegen einer Schulterverletzung pausiert; später setzten ihn diverse Wehwehchen außer Gefecht. „Immer, wenn ich richtig drin bin, kommt ein Rückschlag“, sagt er, „und diesmal war’s ein besonders heftiger.“ Doch nicht nur das Knie schmerzte, als Häfele verletzt hinter der Bande stand und verfolgte, wie sich seine Kollegen abrackerten: „Ich habe kein Spiel verpasst. Es waren immer 90 Horror-Minuten.“ Nun sei das Zuschauen für Fußballer ohnehin schlimm – doch in diesem Fall war es extrem, sagt Häfele mit Blick auf die Pleitenserie des SVH. Denn nach seiner Verletzung holte der Klub in acht Spielen nur einen Punkt.

Woran’s lag? „Wir hatten viel Pech, vielleicht musste sich die Mannschaft noch einspielen, und dann braucht es nach einem Trainerwechsel Zeit, bis beide Seiten zueinanderfinden.“ Doch Mitte November folgte die Wende: Heimstetten gewann viermal in Serie, in zwei Partien wurde Häfele eingewechselt. „Die Siege waren enorm wichtig für den Kopf“, sagt der 29-Jährige. „Man hat sofort gemerkt, dass die Stimmung viel besser war.“ Entwarnung will er jedoch noch nicht geben: „Wir stecken immer noch unten drin. In Schalding muss jetzt ein Sieg her.“

Und Häfeles persönliche Ziele? „Verletzungsfrei bleiben“, kommt die Antwort binnen Zehntelsekunden, schließlich hat der langjährige Ismaninger in seiner Karriere immer wieder mit Blessuren gekämpft. Diesmal habe er sogar ans Aufhören gedacht. „Klar kommen die Gedanken: Willst du dir das noch mal antun? Die Reha? Das Zurückkämpfen?“ Zumindest diese Saison will Häfele aber noch spielen; danach läuft sein Vertrag aus. „Dann muss ich auch sehen, was sich beruflich ergibt“, sagt der Versicherungskaufmann. „Denn der Aufwand für Regionalliga-Fußball neben dem Job ist enorm.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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