Pleite gegen Aufstiegsaspiranten 1. FC Magdeburg

Hain kritisiert sich selbst: "Meine Dinger müssen rein"

Foto: Leifer

Dieser Nachmittag im Unterhachinger Sportpark hatte alles, was das Fußballherz begehrt – nur am Ende keine Punkte für die SpVgg. Trotz starker Leistung verloren die Hachinger vor toller Kulisse gegen den Aufstiegsaspiranten 1. FC Magdeburg mit 0:1.

Der Rahmen war beeindruckend: 5000 Zuschauer, Besucher-Bestmarke in dieser Saison eingestellt, alleine rund 2000 Magdeburger Fans waren gekommen und sorgten für ein in Unterhaching seltenes Spektakel. Dazu gab's ein unterhaltsames Spiel im Sportpark und eine bärenstarke Vorstellung der SpVgg.

Bis in der 50. Minute Kapitän Josef Welzmüller die Rote Karte sah. Sogar das zehnminütige Unwetter überstanden die Gastgeber dann in Unterzahl, doch das Bollwerk hielt nur bis 13 Minuten vor Abpfiff. Da schoss Türpitz das Tor des Tages. Magdeburg siegte 1:0 und kletterte zurück auf Aufstiegsplatz zwei der Dritten Liga. Auf Hachinger Seite blieben viel Lob, aber eben enttäuschte Gesichter.

"Die erste Halbzeit war eine der besten der gesamten Saison", fand Präsident Manfred Schwabl, "aber die Mannschaft hat sich nicht belohnt. Zur Pause musst du führen. Der Platzverweis war dann der Einschnitt im Spiel. Aber vorwerfen kann sich die Mannschaft heute gar nichts."

In der ersten Halbzeit hatte alleine Stephan Hain dreimal den Führungstreffer auf dem Fuß, auch Sascha Bigalke und Finn Porath verbuchten beste Torchancen. Als der Ball im Netz zappelte, pfiffen die Referees Haching wegen einer Abseitsstellung zurück. "Wir müssen in Führung gehen, ganz klar", sagte Hain, "wir haben das von Anfang an gut gemacht. Es ist ärgerlich, dass wir uns nicht belohnt haben." Der verhinderte Torjäger sparte dabei nicht mit Selbstkritik: "Meine Dinger müssen rein. Wenn wir in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel."

Mit der Roten Karte gegen Welzmüller, der als letzter Mann gegen Düker die Notbremse zog, kippte das Spiel, ohne dass die Hachinger allerdings weniger Engagement an den Tag legten. Die Gäste kamen erst in der 67. Minute zu ihrer ersten Torchance, hatten Glück, dass Schiedsrichter Dingert einen Ellbogenschlag von Schwede nicht gesehen hatte, und sammelten mit ihrer teils rustikalen Zweikampfführung fleißig Gelbe Karten statt spielerischer Pluspunkte. Aber einmal entwischte Türpitz dann eben doch seinem Gegenspieler Maximilian Bauer und traf zum 0:1.

"Das zeichnet so eine Spitzenmannschaft eben aus: Die haben eine Chance und machen ein Tor", meinte Christoph Greger, der die einzige Gelbe Karte auf SpVgg-Seite sah. Dummerweise war es seine fünfte, damit fallen kommende Woche in Rostock beide etatmäßigen Innenverteidiger gesperrt aus. "Vorwurf können wir uns aber keinen machen", so Greger weiter, "wir haben auch nach dem 0:1 nicht aufgegeben. Schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat."

Gäste-Trainer Jens Härtel sprach nach dem Abpfiff von einem "unterm Strich glücklichen und dreckigen Arbeitssieg. Haching war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Was wir angeboten haben, war zu wenig. Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt." SpVgg-Coach Claus Schromm sah es genau so: "Bis auf das Ergebnis war die erste Halbzeit richtig gut. Aber schöne Aktionen und Großchancen helfen nichts, so braucht man sich nicht wundern, wenn man als Verlierer dasteht."

Quelle: fussball-vorort.de

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