Halbe Stammelf fehlt in Dortmund

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Der zuletzt quirlige Kreativmann Alon Abelski ist einer der vielen Spieler, die der SpVgg Unterhaching am Sonntag bei Borussia Dortmund II fehlen werden.

Die SpVgg Unterhaching braucht im Überlebenskampf der 3. Liga dringend Siege. Am Sonntag (14 Uhr) lautet das Motto: Wenn nicht gegen den Vorletzten, wann soll’s dann noch klappen? Im Duell der taumelnden Abstiegskandidaten gastiert Haching bei Borussia Dortmund II.

Es war in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle für Unterhachings Verantwortliche. Auch für Präsident Manfred Schwabl. Siegessicher zum Pokalspiel bei Regionalligist Illertissen gereist, fast eine böse Pleite im Toto-Cup- Viertelfinale erlebt, gerade noch im Elfmeterschießen glücklich gewonnen. Am Tag danach zumindest zuversichtlich nach Frankfurt gefahren, um sich beim DFB den Dolchstoß Punktabzug abzuholen. „Am Mittwoch habe ich mich noch gefreut in Illertissen, das war ein Sieg der Moral. Am Tag danach dann der Rückschlag – so schnell geht es auf und ab“, so Schwabls Einblick in seine Gefühlswelt.

Wechselhaft könnte es weitergehen. Gelingt ein Sieg in Dortmund, hätte man einen direkten Konkurrenten nach unten auf Abstand gehalten und vielleicht den Anschluss zum rettenden Ufer hergestellt – trotz der zwei Punkte Abzug. Gibt es die nächste Niederlage, schaut vorerst nur noch der rot-blaue Haarschopf aus dem Abstiegssumpf heraus, man müsste sich auf schwächelnde Konkurrenten verlassen, die einem noch einen Stock zum Herausziehen zuwerfen. Immerhin nach außen verkauft man die Lage im Sportpark weiter als ergebnisoffen. „Claus und ich sind der Meinung, dass wir jetzt weiter Vollgas geben, nicht einknicken oder negativ sind. Wir werden all das in positive Energie umwandeln. Jammern bringt nichts“, sagt Schwabl.

Und der angesprochene Cheftrainer Claus Schromm findet ohnehin: „Der Sieg in Illertissen war eine Initialzündung, das hat man an der Stimmung im Bus schon gemerkt.“ Man mag die Begeisterung nicht unbedingt teilen, nachdem der Drittligist gegen die unterklassigen Kicker 0:2 zurücklag, fast einen dritten Gegentreffer kassierte, nur wegen der zunehmenden konditionellen Überlegenheit noch zum Ausgleich kam und schließlich in der Lotterie Elfmeterschießen glücklich ins Halbfinale weiterrückte (da muss die SpVgg am 21. oder 22. April zum Regionalligisten Bayreuth). Aber darum geht es gar nicht. „Wichtig war, dass die Jungs mal wieder belohnt wurden“, unterstrich Schromm. „Wir arbeiten immer, aber es ist nichts rausgesprungen. Das war diesmal anders.“

Ob es gelingt, „den Flow bis Sonntag weiterzuziehen“, wie der Cheftrainer hofft, bleibt abzuwarten. Die Vorzeichen stehen diesmal auch wegen der Personallage nicht gut. Die halbe Stammelf fehlt gegen die Dortmunder, die den Klassenerhalt ihrer zweiten Garde plötzlich im Klub sehr hoch ansiedeln und wohl Profis wie Weltmeister Großkreutz zur Verstärkung schicken. Bei der SpVgg fehlen Torhüter Marinovic zwei bis drei Monate, Kapitän Erb (Bänderriss) und Kreativmann Abelski (schwere Fußprellung) verletzt, die Routiniers Schwarz und Thiel gelbrot- gesperrt und Götze weiterhin krankheitsbedingt. Zudem ist Welzmüller (Cut am Auge) ziemlich angeschlagen.

Quelle: fussball-vorort.de

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